Salon der Kulturen – Architektur und Schule, Missing Link?
GANZtagsSCHULE für GANZeSCHULtage
Spät aber doch hält die Ganztagsschule Einzug auch in das österreichische Schulwesen. Die damit verbundenen neuen Lehr- und Lernformen haben Auswirkungen auf die räumliche Gestaltung von Schule. So macht sich die Universität für Angewandte Kunst Wien, unter Beteiligung von Michael Wimmer, auf die Suche nach den verborgenen Zusammenhängen von Pädagogik und Architektur.
Der vierte Salon der Kulturen "Architektur und Schule" widmet sich der Abschlussveranstaltung der gleichnamigen Lehrveranstaltungsreihe an der Universität für Angewandte Kunst Wien, die unter Leitung von Anton Falkeis und  der Begleitung von Michael Wimmer im Wintersemester 2010/11 durchgeführt wurde.
Am 19. Jänner 2011 lädt EDUCULT und die Universität für Angewandte Kunst zur Präsentation der Projekte der Studenten und zu einer anschließenden Podiumsdiskussion.
Am Podium ist unter anderem der renommierte Bildungsjournalisten und Betreiber des Netzwerks "Archiv der Zukunft", Reinhard Kahl zu Gast und spricht über Schul(raum)entwicklung und Bedingungen für ein gelingendes Lernen.
Die Veranstaltung schließt an das Studienprojekt „Missing Link“ an der Universität für Angewandte Kunst an, das zusammen mit EDUCULT ausgerichtet wird. Am Podium diskutieren die Projektbeteiligten (StudentInnen, Arch. Anton Falkeis) mit Reinhard Kahl und weiteren ExpertInnen über die Verbindung von Architektur und neuen Lehr- und Lernformen. Durch die Veranstaltung führt der Direktor von EDUCULT, Michael Wimmer.

Die Veranstaltung richtet sich an PädagogInnen, LehrerInnen, Lehramtsstudierende, SchülerInnen, ArchitektInnen, StadtplanerInnen, SchulentwicklerInnen, ExpertInnen für Bildung und kulturelle Bildung, KünstlerInnen und alle am Thema Interessierten.

 

Hintergrund zu dieser Veranstaltung:

EDUCULT hat gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst Wien im Wintersemester 2010/2011 ein Studierendenprojekt zum Thema Schulentwicklung und Raumkonzepte entwickelt. Lehramtsstudierende – zukünftige WerkerzieherInnen – arbeiten in der Lehrveranstaltung „Missing Link“ unter der Leitung von Arch. Anton Falkeis.

Anlass für das Studienprojekt an der Abteilung Design, Architecture and Environment für Kunstpädagogik ist unter anderem die flächendeckende Etablierung ganztägiger Schulformen. Die damit verbundenen pädagogischen Herausforderungen haben auch architektonische Konsequenzen.

In der Regel werden pädagogische Konzepte entwickelt, deren architektonische Implikationen in diesem Stadium nicht mitreflektiert werden. ArchitektInnen sind dann häufig mit fertigen Konzepten konfrontiert. Ihre Aufgabe beschränkt sich auf die Umsetzung eines vorgegebenen Raumprogramms, eingezwängt in das Korsett von technischen Bedingungen und Bauvorschriften. Somit fehlt bei der Entwicklung von Schularchitektur häufig das Bindeglied zwischen den unterschiedlichen beruflichen Zugängen.


Das Studienprojekt setzt sich zum Ziel, dem Bindeglied zwischen den getrennten Professionen und den jeweils dahinter stehenden Disziplinen – das als ein „Missing Link“ der Veranstaltung ihren Namen gegeben hat – näher auf die Spur zu kommen, es zu identifizieren und zu beschreiben. Dabei werden die pädagogischen und die gestalterischen Kompetenzen der Studierenden zusammengeführt und dieses interdisziplinäre Potential optimal genutzt.

Mit dem methodischen Ansatz des ästhetischen Forschens entwickeln die Studierenden
prozessorientiert ihre Ideen zum Thema Schule, Raumkonzept und neuen Lernformen.
Inhaltlich fundiert wird das Projekt durch die laufenden EDUCULT-Forschungsarbeiten über kulturelle Bildung, neue Lehr- und Lernkulturen und Ganztagsschule.
Die Köck Privatstiftung – INITIATIVE NEUES LERNEN unterstützt den EDUCULT-Salon der Kulturen zum Thema „Architektur und Schule – Missing Link?“. Mit der Plattform SchulUMbau will die Köck Privatstiftung mit einer Gruppe von PädagogInnen, Fachleuten der Schulverwaltung und ArchitektInnen Denkanstöße für einen zeitgemäßen und kindgemäßen Schulbau liefern.