Salon der Kulturen – „Diversität in Kulturbetrieben zwischen Anspruch und Wirklichkeit“
Eine Dialogveranstaltung zur Rolle von Kultureinrichtungen im politischen und sozialen Feld
Am Donnerstag, 10. Dezember 2015, laden wir herzlich zum Austausch von Erfahrungen und Herausforderungen der AkteurInnen von Kultureinrichtungen im Spannungsfeld von Tradition und Zeitgeist ein.

Der Kulturbetrieb agiert in einem Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Zeitgeist: Traditionell spielen öffentliche Kultureinrichtungen eine große Rolle bei der Bildung und Pflege eines gemeinsamen Kulturverständnisses in der lokalen Bevölkerung. Zugleich werden Kultureinrichtungen als Akteure im politischen und sozialen Feld gefordert, ihre traditionelle, identitätsstiftende Rolle aktuellen Entwicklungen anzupassen und eine aktive Vermittlerrolle in einer vielfältigen Gesellschaft einzunehmen. EDUCULT hat 2013-2015 gemeinsam mit Partnern aus Spanien, Schweden, Italien und Belgien an einem EU-Kooperationsprojekt zum Thema „Brokering Migrants‘ Cultural Participation“ teilgenommen. Dieses Projekt war auch die Initialzündung für einen vertiefenden, überregionalen Austausch von Kultureinrichtungen. Gemeinsam ist ihnen das Anliegen, ihre Vermittlungsarbeit und ihre Organisation im Spannungsfeld zwischen guten Absichten und realer Umsetzung von Aktivitäten für mehr Vielfalt in Kulturorganisationen offen und kritisch zu diskutieren, voneinander zu lernen und gemeinsame Anliegen voranzutreiben.

Die Dialogveranstaltung ist dazu gedacht, diese Beziehungen zu vertiefen, den Diskussionsprozess in Gang zu halten und neue interessierte Personen aus dem Kulturbereich dazu einzuladen, um den Kreis zu erweitern. Neben konkreten Projektvorstellungen und Impulsbeiträgen zu den Themenbereiche Vermittlungsarbeit, Diversität im Management der Kultureinrichtungen sowie Vernetzungsarbeit und Strategieentwicklung will die Veranstaltung vor allem Raum für einen selbstkritischen Dialog jenseits von reinen Absichtserklärungen bieten.

Gäste (u.a.): Constanze Cauers (Junges Volkstheater), Andrea Härle (Romane Thana), Johanna Möslinger (Wiener Konzerthaus), Suna Orcun und Irena Klissenbauer (Superar), Annette und Peter Raffalt (Junge Burg), Katharina Richter-Kovarik (Österreichische Museum für Volkskunde), Ulla Schneider (SOHO Ottakring), Michael Wimmer (EDUCULT)

 

 
Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Salon der Kulturen

„Diversität in Kulturbetrieben zwischen Anspruch und Wirklichkeit“

Datum: Donnerstag, 10. Dezember 2015, 13:00-17:00 Uhr

Ort: Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei.
Um Anmeldung wird gebeten: marion.titsch@educult.at

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In Kooperation mit dem Österreichischen Museum für Volkskunde.

Wir danken der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), Abteilung Stadtteilkultur und Interkulturalität für die finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung.