Salon der Kulturen – “Mehrsprachigkeit in Kultur und Bildung”
Eine Diskussionsveranstaltung zur Rolle von multilingualen Konzepten in Kunst-/Kulturvermittlung und Bildung
In Zeiten von kulturell-heterogenen Gesellschaften, stellen das Formen eines Bewusstseins für Multikulturalität und Multilingualität und der praktische Umgang damit immer größer werdende Chancen und Herausforderungen dar.

Trotz der medialen Aufmerksamkeit für Migration und den wachsenden kulturellen Unterschieden findet Mehrsprachigkeit im Alltagsleben zu wenig Gehör. Das liegt nicht an der inhaltlichen Bedeutung des Gesagten, sondern vielmehr an der sprachlichen Konstruktion und dem damit einhergehenden Gefühl der „Andersartigkeit“. Demnach determiniert das sprachliche Know-how den Zugang und das Verständnis zu den darin akkumulierten Inhalten und erzeugt soziale In- oder Exklusion. In vielerlei Hinsicht werden wir in der sozialen Praxis mit Mehrsprachigkeit konfrontiert, aber oftmals geht deren Präsenz, so schnell wie ein Satz gesagt wurde, auch wieder verloren.

In einer Diskussionsrunde soll sich dem Begriff „Multilingualität“ angenähert und dieser perspektivisch beleuchtet werden. Mehrsprachigkeit ist ein Thema, das bereits aufgrund individueller Migrationsgeschichten intrafamiliäre Relevanz besitzt, des Weiteren durch den interkulturellen Austausch in Schulen und Bildungseinrichtungen eine wichtige Bedeutung erfährt und letztendlich auch im akademischen Diskurs thematisiert und erforscht wird. Auch im Bereich der Kunst und Kultur beschäftigt man sich intensiv mit der Fragestellung, welche Sprachen als Instrument zur Kulturellen Bildung für welchen soziokulturellen Kontext als geeignet erscheinen.

Doch wie geht man nun in der Praxis, vor allem in Kultur- und Bildungseinrichtungen mit Mehrsprachigkeit um? Welchen Beitrag können künstlerische und Kulturelle Bildung sowie Schulen und Bildungseinrichtungen zu multilingualen Konzepten leisten? Wie können sich Ansätze aus Kunst/Kultur und Bildung gegenseitig befruchten und dabei Synergieeffekte erzielt werden?

Auf Basis dieser Problemstellung veranstaltet EDUCULT in Kooperation mit Linguamulti eine Gesprächsrunde mit VertreterInnen aus den Feldern Bildung, Wissenschaft, Kunst, und Kultur. Das Ziel ist es, das Konzept der Multilingualität im Kontext von Kultur und Bildung aus verschiedenen Perspektiven zu behandeln und mit individuellen Erfahrungen und Zugängen aus der Praxis zu schmücken. Damit soll eine interaktive Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch rund um die Bedeutung der Mehrsprachigkeit geschaffen werden.

Gäste: Dr.in Daniela Gronold (Bundesministerium für Bildung), Aslı Kışlal (diverCITYLAB), Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm (Institut für Germanistik/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, Universität Wien), Tina Leisch (Film-, Text- und Theaterarbeiterin), Mag.a Zwetelina Ortega (Linguamulti), HS-Prof.in Dr.in Brigitte Sorger (DiZeTIK - Didaktikzentrum für Text- und Informationskompetenz/PH-Wien), Peter Wesely (Verein Wirtschaft für Integration) und Mag.a Anne Wiederhold-Daryanavard (Brunnenpassage)

 

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Salon der Kulturen

"Mehrsprachigkeit in Kultur und Bildung"

Datum: Mittwoch, 11. Oktober 18:30-21:00

Ort: EDUCULT, Q21 im MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1/e.-1.6, 1070 Wien (Stiegenaufgang 1.6 im Innenhof des MQ-Haupteingangs, rechts von Café Daily - 3. Stock)

Öffentliche Veranstaltung, Eintritt frei.

Um Anmeldung wird gebeten: marlene.kalnein(at)educult.at

In Kooperation mit Linguamulti. Linguamulti bietet Beratung, Workshops und Fortbildungen zu den Themen mehrsprachige Erziehung und kreative Sprachförderung. Unterstützt werden Eltern, LehrerInnen, KindergartenpädagogInnen, Kinder und Jugendliche. Die Expertise von Linguamulti beruht auf wissenschaftlichem Knowhow, aber auch auf langjährige persönliche Erfahrung.

 
Wir danken der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), Abteilung Stadtteilkultur und Interkulturalität für die finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung!