Salon der Kulturen – “zone X”
Eine Ausstellung im Rahmen der 4. Wiener Integrationswoche
Die Veranstaltungsreihe "Salon der Kulturen" von EDUCULT bietet eine Plattform für KünstlerInnen aus unterschiedlichen Kunstsparten zu interkulturellen und kulturpolitischen Themen.

Nicolas Dellamartina, Antonio Lemos Froes Neto und Daniel Pfauth, Studierende der Universität für angewandte Kunst Wien, präsentieren in dieser Ausstellung unter der künstlerischen Leitung von Zekerya Saribatur und in Kooperation mit der 4. Wiener Integrationswoche aktuelle Werke.

Die Ausstellung wird Mitte Mai feierlich und interdisziplinär eröffnet: Studierende der Konservatorium Privatuniversität Wien sind Teil eines tänzerischen Experiments und improvisieren live zu ausgesuchten Werken.

Datum: 15. Mai 2014, 18:00

Ort: EDUCULT, quartier21/MQ, Museumsplatz 1/e-1.6, 1070 Wien (Stiegenaufgang 1.6 im Innenhof des MQ-Haupteingangs, rechts von Café Daily - 3. Stock)

Künstler: Nicolas Dellamartina, Antonio Lemos Froes Neto und Daniel Pfauth

TänzerInnen: Ulduz Ahmad-Zadeh, Sayed Labib und Manaho Shimokawa

Künstl. Leitung: Mag.art. Zekerya Saribatur / Univ. f. angew. Kunst Wien, Nikolaus Selimov / Konservatorium Wien Privatuniversität

Begrüßung: Dr. Michael Wimmer / EDUCULT

Eintritt frei!

 

Wir danken der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7), Abteilung Stadtteilkultur und Interkulturalität für die finanzielle Unterstützung dieser Veranstaltung!

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Biografien Künstler

Nicolas Dellamartina

Geboren 1984 in Graz, seit 2007 an der Universität für angewandte Kunst Wien (Malerei/ Animationsfilm) 

Austellungen (Auswahl):

2008 „tadsch:AU“, Soho Ottakring, Wien

2009 „Pilotenkueche“- Artist in Residence, Baumwollspinnerei Leipzig

(Deutschland)

2009 „Matrix Natura”, Ville Montrouge Paris (Frankreich)

2009 „Zukunftsbilder”, S-Versicherung Wien (Aut)

2010 „Essence”, Kuenstlerhaus Wien (Aut)

2010 „Matrix Natura”, Museo di Palazzo Mocenigo ,Venedig (Italien)

2011 „Maler,Kurator,Galerie 2” Aktion, MAK, Galerie Krinzinger, Wien (Aut)

2012 Artist in residence programm in Dortmund (Ger)

2012 „Essence“, Künstlerhaus, Wien

2013 „BITTE DANKE ALLES GUTE“, AU Wien

2013 „5. Young ART Lounge”, Züricher Kantonalbank 

2014 „divergente Ausblicke”, Ankerfabrik / Loft 8 Kunstraum, Wien

http://nicolasdellamartina.blogspot.co.at/

 

Antonio Lemos Froes Neto

Geboren 1988 in Korneuburg, Österreich, seit 2012 Studium an der Universität für angewandte Kunst, Abteilung Druckgrafik

Ausstellungen:

2013 “Exlibris, Piktogramm, Signatur” in der Galerie Steyrdorf, Steyr

2013 "Old Masters Young Masters", Galerie Hochdruck, Wien

 

Daniel Pfauth

Daniel Pfauth wurde 1984 in Stuttgart geboren und wuchs in Tirol auf. Er machte seinen Abschluss an der Fachschule für Kunsthandwerk, Vergolder und Schildermaler in Elbigenalp  und studiert derzeit Druckgrafik an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.
Seine Erfindung des Wandschnitts, bei der in eine zuvor auf die Wand aufgespachtelte Masse geschnitten und dann direkt von der Wand gedruckt wird, erlaubt dem Künstler mit Graffiti-Background größtmögliche Flexibilität in der Wahl der Formate und Orte. Eine weitere Spezialität des Künstlers ist die Anwendung des sogenannten "Verlorenen Schnitts" bei mehrfarbigen Drucken wie z.B. dem Wandschnitt 1.4. Im ersten Zustand der Druckform werden nur die Stellen ausgeschnitten, die nach dem Druck als Papierton (in der Praxis meistens die hellste Farbe) erscheinen sollen. Beim ersten Druckdurchgang wird zunächst diejenige Farbe auf den Druckstock aufgewalzt, die dem gesamten Blatt einen "Grundton" verleihen soll. In einem zweiten, dritten oder noch weiteren Durchgang werden all diejenigen Strukturen geschnitten, die die jeweils nächstdunkleren Töne ergeben, wobei als letzte die schwarzen Stege und Flächen gedruckt werden.
Daniel Pfauth widmet sich aber auch dem klassischen Schwarz-Weiss-Holzschnitt. Hier wird nicht, so wie bei den Wandschnitten, der Farbauftrag durch eine gewollt unregelmäßige Oberflächenstruktur des Druckstocks aufgelockert, sondern das Licht dringt nur zögernd durch dichte schwarze Flächen, sofern letzere nicht flut- oder schlaglichtartig der Dunkelheit entrissen werden. Dabei ensteht der Eindruck, als müsse die Szene gleich im nächsten Augenblick wieder im Dunkel der Nacht verschwinden und der Blick wäre nur für einen kurzen Moment für etwas freigegeben worden, das nicht für den außenstehenden Betrachter bestimmt war. Blätter wie "Yard", "Line" und "Fence", aber auch die monumentaleren Wandschnitte machen uns zu geheimen Mitwissern dieser sehr privaten Szenen.

Seit 2011 Universität für Angewandte Kunst Wien, Druckgraphik bei Prof. Jan Svenungsson.

Biografien TänzerInnen

Ulduz Ahmadzadeh

Geboren 1981 in Teheran/Iran, begann sie als Kind zu tanzen und ging dieser Leidenschaft in einem Land nach, in dem Tanzen verboten ist. Heimlich nahm sie privaten Tanzunterricht und schaffte es trotz schwieriger Bedingungen und Zensuren mehrmals mit der Gruppe Harekat als Tänzerin aufzutreten (1999-2004), woraufhin sie inhaftiert wurde. Nach einem abgelegten Versprechen nicht wieder tänzerisch tätig zu werden, gelang es ihr später unter dem Decknamen Theater ohne Dialog als Choreografin Erfahrungen mit unterschiedlichen Tanzensembles zu sammeln. So lernte sie die künstlerische Arbeit u. a. als Leiterin einer Gruppe von 40 PerformerInnen kennen (2004-2008). 2007 absolvierte sie das Studium der Regie an der Kunstuniversität Soureh in Teheran, wo sie auch Tanzfilme und experimentelle Filme wie Centreless Circle (2001) und Sleepers (2004) produzierte.

Seit 2008 lebt Ulduz in Wien und arbeitet als Tanzpädagogin, Tänzerin und Choreografin. Dabei sieht es Ulduz auch als ihre Aufgabe, den klassisch-traditionellen und persischen Volkstanz als wertvolles Kulturgut aufrecht zu erhalten. Zeitgenössische Tanzpädagogik studiert sie an der Konservatorium Wien Privatuniversität und seit 2013 auch Social Design an der Universität für angewandte Kunst.

Seit 2012 leitet sie die zeitgenössische Tanzkompanie tanz.labor.labyrinth, welche in Kooperation mit unterschiedlichen KünstlerInnen etwa aus Musik, Komposition und Neue Medien Stücke produziert, die bereits in Wien, Linz und Bratislava gezeigt wurden: Call for freedom (2009), Seit Ewigkeit (2012) und Falling up (2013).
Im Juli 2013 wurde Ulduz für die Ö1 Talentebörse ausgewählt und über Rundfunk vorgestellt. Zurzeit arbeitet sie an dem Tanz/Theater/Zirkus Projekt "The Little Prince", das im Sommer 2014 aufgeführt wird. 

 

Sayed Labib

Sayed Labib beginnt bereits mit elf Jahren mit einer professionellen Tanzausbildung. Seit seinem 15. Lebensjahr tanzt er in ägyptischen Kompanien in Ismailia, Sharm el Sheik und Kairo. 2007 zog er nach Österreich, wo er dann 2013 sein Bachelorstudium Zeitgenössische Tanzpädagogik an der Konservatorium Wien Privatuniversität erfolgreich absolvierte. Er hat regelmäßig zahlreiche Bühnenauftritte im In- und Ausland, vorwiegend im Bereich klassische ägyptische Folklore. Seit 2013 ist er als Choreograf und Tanzpädagoge bei der Caritas Wien (Tanz die Toleranz) tätig.

 

Manaho Shimokawa

Geboren 1991 in Fukuoka/Japan. Hat schon im Alter von 5 Jahren begonnen, bei Konami Kubota klassisches Ballett zu lernen. Seit 2009 in Wien lebend, absolvierte Sie ihren Bachelor of Arts für Zeitgenössischen Tanz am Konservatorium Wien Privatuniversität.

Seitdem arbeitete Sie mit den verschiedensten Choreographen künstlerisch zusammen, darunter: Volkhard Samuel Guist, Tatiana Diara-Bauer, Patou Bernd Mis-Spitzer, Niki Adler, Elio Gervarsi, Douglas Becker, Darrel Toulon, Esther Balfe, Willie Donner, Virginie Roy-Nigl, Aichenger Manfred, Christina Medina und Michael Turinsky. 

2013 wurde Sie von der Noa-Association des Choreographen Vincent Mantsoe zu dem Workshop Crossings #3, in Gemeinschaftsarbeit mit Germaine Acogny, nach Kapstadt/Südafrika geladen.