BRIDGING
Bridging Social Capital by Participatory and Co-Creative Culture
Das Erasmus+-Projekt "BRIDGING“ geht von der Annahme aus, dass der europäische Sektor der partizipativen Kultur (Breitenkultur) dazu beitragen kann, soziales Vertrauen und gesellschaftliches Engagement zu fördern, indem verschiedene Gruppen von Menschen zusammengebracht werden.

Der europäische Sektor der partizipativen Kultur (definiert als Amateurkunst, freiwillige Kultur und Kulturerbe) ist neben dem Breitensport der größte und, in den letzten Jahren, der am schnellsten wachsende zivilgesellschaftliche Sektor in der EU.

Ziel ist es, Sozialkapital und Inklusion zu fördern, indem co-kreative Aktivitäten im Sektor gestärkt werden. Dabei beabsichtigt das Projekt, diejenigen co-kreativen Aktivitäten zu fördern, die nicht nur auf einen Lernprozess von individueller zur kollektiver Kreativität abzielen, sondern die spezifisch ganz unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen miteinbeziehen, um Menschen zu erreichen, die in der Regel nicht über gemeinsame sozialen Netzwerke verfügen. Die Arbeit konzentriert sich auf die Überbrückung des Sozialkapitals in den folgenden fünf Kontexten von co-kreativen Kulturaktivitäten: intersoziale, intergenerationale, interregionale, interkulturelle und intereuropäische Beziehungen.

Das kurzfristige Ziel des Projekts ist es, Schlüsselpersonen aus dem großen Sektor des Lebenslangen Lernens und der partizipativen Kunst und Kultur Bildungs- und Erfahrungsmöglichkeit zu bieten und somit zur Entwicklung neuer, inklusiver Aktivitäten im Bereich beizutragen. Auf lange Sicht soll das Projekt dazu beitragen, das gegenseitige Vertrauen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, die an den Aktivitäten teilnehmen, zu erhöhen. Wir hoffen, dass die Informationsbereitstellung und Bewusstseinsbildung des Projekts die AkteurInnen der Branche dazu veranlassen wird, gesellschaftliches Engagement zu fördern, um dem gegenwärtigen Rückgang des kulturellen Zusammenhalts und des gegenseitigen Vertrauens in unseren Gemeinschaften entgegenzuwirken.

Methode

Das zweijährige Projekt gliedert sich in vier Implementierungsphasen:

  1. Die Einführung eines Kommunikationsportals und Abschluss nationaler „State of the Art“-Studien in vier teilnehmenden Projektländern
  2. Die Erarbeitung von „good practices“ Praktiken und innovativen Ansätzen, sowie die Veröffentlichung fünf thematischer Berichte zu den fünf Kontexten inklusiver Kulturaktivitäten
  3. Das Design und das Testen eines Curriculums in sieben nationalen Pilotkursen in allen sieben Partnerländern
  4. Die Implementierung von sieben nationalen Konferenzen zu diesem Thema, einschließlich der Verbreitung und Veröffentlichung des finalen Projektberichts