European Heritage Label
Eine Evaluierung im Auftrag der Europäischen Kommission
Das übergeordnete Ziel dieser Evaluation ist es, die Umsetzung der Maßnahmen zu beurteilen, die im Rahmen der ersten sechs Jahre des Bestehens des Europäischen Kulturerbe-Siegels durchgeführt wurden. Es handelt sich um eine theoriebasierte Studie, die quantitative und qualitative Daten generiert und daraus Schlussfolgerungen ableitet.

Evaluationsdesign

Ziel der Evaluation ist es, die Umsetzung des Europäischen Kulturerbe-Siegels (EHL) in den ersten sechs Jahren seit seiner Gründung (2011-2017) zu bewerten. Daher hat die Evaluation den Charakter einer Zwischenbewertung. Ihr Zweck besteht darin, eine Bestandsaufnahme der ersten sechs Jahre des Bestehens der Maßnahme und der erzielten Fortschritte vorzunehmen, um die Umsetzung in der nächsten Zeit zu verbessern. Die Evaluation bewertet die Relevanz, Wirksamkeit, Effizienz, Kohärenz und den EU-Mehrwert der Maßnahme.

Erhebung

Zu den qualitativen und quantitativen Datenerhebungsmethoden der Studie gehören Sekundärforschung, öffentliche Konsultationen auf europäischer Ebene sowie Interviews und Fokusgruppen zu den ausgewählten Standorten. Diese Datenerfassungsmethoden sind in sich verflochten und die Qualitätssicherung und Überprüfung der Methoden wird während des gesamten Evaluationsprozesses sichergestellt. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass auch die Datenerhebung in den zehn vertiefenden Fällen derselben Logik folgt und kohärent durchgeführt wird, um damit einen aussagekräftigen Vergleich und Erkenntnisgewinn zu ermöglichen.

Aufgrund des Charakters der Evaluationsfragen werden Interviews und Fokusgruppen ein zentrales Instrument der Datenerhebung bei der Bewertung von der Relevanz, Wirksamkeit, Effizienz, Kohärenz und des EU-Mehrwerts der EHL-Maßnahme sein. Der Mehrwert der geplanten Interviews und Fokusgruppen besteht in der Erhebung von Daten zu Motivation, Qualität und gesellschaftlichen Aspekten des EHL-Siegels, die auf andere Weise nur schwer zu erheben wären.