Cultural Learning for Families
Eine Grundtvig-Lernpartnerschaft
Unter dem Projekttitel „Cultural Learning for Families“ werden wir uns mit unseren internationalen Partnern zu der Frage austauschen, wie das familiäre Umfeld bei Angeboten kultureller Bildung einbezogen werden kann. Ziel der Partnerschaft ist es, Strategien zu entwickeln, wie Familien, insbesondere aus unterprivilegierten Umfeldern durch kulturelle Bildungsangebote erreicht werden können.

Kurzbeschreibung

Büchereien, wissenschaftliche Museen oder Kunstmuseen, Theater etc. können potentielle Anbieter solcher Lernprogramme sein. Wir werden uns insbesondere der Frage widmen, welcher besonderen Qualitäten diese Angebote bedürfen: etwa wenn es um die Gestaltung der Lernumgebung geht, der Kommunikation mit der Zielgruppe, der Kooperation mit Partnern aus dem Bildungs- und Sozialbereich oder innovative didaktische Ansätze, die die Partizipation unterschiedlicher Generationen ermöglichen.

Methode

Die Lernpartnerschaft wird im Rahmen von Treffen, die von den Partnern organisiert werden, die Qualität nationaler Praxisbeispiele reflektieren. Diese Beispiele können Einrichtungen wie Büchereien, Museen, Theater o.Ä. sein.

Die Ergebnisse werden in einem Good Practice Katalog veröffentlicht, ergänzt durch eine Liste mit Empfehlungen an Politik und Praxis.

 

Einblicke in unsere Treffen

1. Treffen: 17.-18. Oktober 2011  - Wien, Österreich

Gastgeber: EDUCULT

Beim ersten Treffen in Wien hatten die Lernpartner zunächst Gelegenheit, sich und ihre Einrichtungen vorzustellen. Gemeinsam wurden die Ziele der Lernpartnerschaft klarer definiert und einzelne Aufgaben und Arbeitsschritte besprochen. Im Zentrum standen dann einzelne Praxisbeispiele zu kultureller Bildung für Familien in Wien und Umgebung. Am ersten Arbeitstag erkundeten die Lernpartner dazu einzelne Einrichtungen des MuseumsQuartiers. Der Direktor des Dschungel, die Direktorin des ZOOM Kindermuseums und einer Mitarbeiterin der Wien Xtra Kinderinfo standen den TeilnehmerInnen für Gesprächsrunden zur Verfügung. Am zweiten Tag stand ein Ausflug ins Museum Essl in Klosterneuburg am Programm. Dort schlüpften die TeilnehmerInnen in die Rollen von Eltern und Kindern und konnten dank des Essl-Vermittlungsteams eine Museumserfahrung für Familien live nachempfinden.

Wir bedanken uns bei den beteiligten Einrichtungen für ihre Beiträge zu einem spannenden und informationsreichen Programm!

Die Fotos zu unserem 1. Treffen in Wien gibt es in einem Album auf unserer Facebook-Seite.

2. Treffen: 16.-17.02.2012 - Barcelona, Spanien

Gastgeber: Interarts

Einen vielfältigen Einblick in „cultural learning for families“ gewann das EDUCULT-Team beim 2. Meeting von 16.-17. Februar in Barcelona: Im l‘Ateneu Popular de Nou Barris erzählte uns ein Vater dreier Kinder von der  gemeinsamen Nachbarschaftsarbeit in der Zirkusschule. Die Biblioteca Bon Pastor in einem Randbezirk der Stadt berichtete von ihrer Zusammenarbeit mit einem Gesundheitszentrum: Leseförderungsworkshops für Eltern auf Rezept könnte man das Ergebnis nennen. Und im l’Auditori sahen und hörten wir das Ergebnis des Outreach-Projektes „Et toca a tu“ („Du bist dran“) des OBC. An dieser Stelle ein Dankeschön an Interarts für das tolle Programm und den anderen Partnern für den offenen und produktiven Austausch!

Fotos zu unserem Barcelona-Aufenthalt gibt’s in einem Album auf unserer Facebook-Seite zu sehen.

3. Treffen: 11.-12.06.2012 – Ljubljana, Slowenien

Gastgeber: ŠKUC

Einen interessanten Einblick in die nationalen Strategien für kulturelle Bildung gab uns Nataša Bucik vom Ministerium für Unterricht, Wissenschaft, Kultur und Sport.

Im Museum für zeitgenössische Kunst (MSUM) wurde uns nicht nur die Vermittlungsarbeit präsentiert. In den tollen Räumlichkeiten hatten wir auch Gelegenheit, einen internen Workshop zur Erarbeitung von Qualitätskriterien durchzuführen.

Auch das Mladinsko Theater haben wir besucht. Es organisiert jedes Jahr das Festival der kulturellen Bildung „Bobri“ (=“Biber“), in dessen Rahmen zwei Wochen lang zahlreiche Performances aus den Bereichen Theater, Tanz und Film stattfinden. 2012 wurden insgesamt 16.000 Tickets vergeben – und zwar kostenlos!

Ein Highlight war das Stadkino kinodvor: Es bietet nicht nur ein umfangreiches Vermittlungsprogramm an (vom mobilen Kino über Jugendclubs bis zum Eltern-Baby-Frühstück). Was uns besonders beeindruckt hat, ist die sorgfältige und sensible Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen. Bitte nachmachen!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an ŠKUC für die Organisation und die tolle Betreuung vor Ort.

Fotos aus Ljubljana finden Sie in einem Album auf unserer Facebook-Seite sowie auf flickr.com.

4. Treffen: 29.-30.10.2012 – München, Deutschland

Gastgeber: BKJ

Einmal quer durch die Stadt hat uns das vierte Grundtvig-Treffen in München geführt: Vom Spielhaus am Westkreuz, in dem wir nicht nur viel über die Angebote für Familien erfahren, sondern auch selbst Knetmasse hergestellt haben, bis zum Quax, Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung, im Osten der Stadt, führte uns die zweitägige Reise.

Besonders interessant war auch, mehr über Kooperationen und Netzwerke in München zur Förderung kultureller Bildungsangebote für Familien zu erfahren. Evelyn Knecht vom Spiellandschaft Stadt e.V. hat uns hier wertvolle Einblicke gewährt.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die BKJ und v.a. an Christa Knappik für die Organisation und die tolle Betreuung vor Ort. Wir freuen uns schon darauf, alle Partner beim finalen Meeting im Februar in Wien begrüßen zu dürfen.

Fotos aus München finden Sie auf unserer Facebook-Seite sowie auf flickr.com.

5. Treffen: 28.02.-01.03. 2013 – Wien, Österreich

Gastgeber: EDUCULT

Beim 5. Treffen der Lernpartner, das zugleich das Abschlusstreffen war, gab es vor allem viel inhaltlichen Diskussionsbedarf. Daher widmeten wir einen Großteil des Treffens Fragen wie: Wie definieren wir „cultural learning”? Welche Konzepte von „Familie” sind grundlegend? Welche qualitativen Voraussetzungen brauchen Einrichtungen, die ihr Vermittlungsangebot in Richtung Familien entwickeln wollen?

Dennoch gab es auch Zeit für zwei Besuche: die Brunnenpassage zeigte sich uns als Einrichtung, die auf niederschwellige Weise unterschiedliche Generationen (aber nicht unbedingt Familien) erreicht. Bei ((superar)) hatten wir Gelegenheit, mit der Geschäftsführung und einigen ChorleiterInnen aus Wien, Graz und Bosnien-Herzegowina über ihre Arbeit an Schulen zu sprechen, für die die Unterstützung durch die Eltern sehr wichtig ist.

Wir bedanken uns schon jetzt bei unseren Partnern für die inhaltlich sehr fruchtbare Lernpartnerschaft! Der Bericht mit Beschreibungen von Praxisbeispielen sowie konkreten Empfehlungen zur Entwicklung von Vermittlungsangeboten für Familien wird voraussichtlich Ende Mai hier vorgestellt.

Hier gibt es ein paar Eindrücke von unserem Treffen in Wien: flickr und Facebook