Prozessbegleitung zur Projektreihe zu postmigrantischen Positionen
Vieles deutet darauf hin, dass mit der neuen Regierungskonstellation in Wien das Verhältnis von Migrations-, Integrations- und Kulturpolitik dabei ist, eine Neubestimmung zu erfahren. In diesem Zusammenhang sind die Kulturabteilung der Stadt Wien und die OrganisatorInnen der Veranstaltungsreihe PIMP MY INTEGRATION an EDUCULT herangetreten, diesen Prozess zu begleiten.

Kurzbeschreibung

In Rahmen von PIMP MY INTEGRATION - Eine Projektreihe zu postmigrantischen Positionen, die von GarageX und daskunst ausgerichtet wurde, fanden von Oktober 2011 bis Februar 2012 sowohl exemplarische Theateraufführungen als auch Podiums- und Publikumsdiskussionen statt, die einer Vielzahl von Stimmen Gelegenheit gaben, sich zur aktuellen Situation und zu möglichen Zukunftsszenarien zu äußern.

Es wurde dabei über unterschiedliche Realisierungsbedingungen, denen KünstlerInnen mit Migrationshintergrund im Bereich der darstellenden Kunst begegnen, debattiert und die Ausprägungen einer teilweise bestehenden Diskriminierung in kulturellen Einrichtungen beleuchtet. So kamen im Laufe der Projektreihe eine Vielzahl von Positionen hinsichtlich Interessen und Erwartungen an die Kulturpolitik an die Oberfläche. Auch Wünsche hinsichtlich der Weiterführung des Diskurses wurden geäußert, um die demografischen Gegebenheiten Wiens sowohl auf als auch hinter den Bühnen besser abbilden und postmigrantisches Theater nachhaltiger verankern zu können.

EDUCULT wurde von der Kulturabteilung der Stadt Wien mit einer Prozessbegleitung dieser Projektreihe beauftragt, deren Ziel es ist, Vorschläge zur Weiterentwicklung der Wiener Kulturpolitik zu erarbeiten, die auf der Grundlage eines breiten Diskussionsprozesses möglichst aller Akteursgruppen entstehen.

Nach einem ersten Zwischenbericht zur Projektreihe „PIMP MY INTEGRATION“ führt EDUCULT nun zwei Round Tables sowie eine Reihe von Einzel-Interviews durch, die sich vertiefend der Frage nach kulturpolitischem Handlungsbedarf im Bereich der darstellenden Kunst widmen, sodass postmigrantische Thematiken und Positionen in der Theaterlandschaft Wiens zunehmend Präsenz erlangen.

Die zentralen Erkenntnisse/Trends/Positionen wurden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 16.04.2012, 21 Uhr, im Palais Kabelwerk (12. Bez.) präsentiert und auf breiter Basis mit Beteiligten und Interessierten diskutiert, bevor sie als konzeptive Vorschläge in Form eines Berichts Eingang in die Wiener Kulturpolitik finden sollen. Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie unter Termine.

Video

Mitschnitt der Zwischenpräsentation der EDUCULT-Projektprozessbegleitung vom 16.04.2012, Palais Kabelwerk - Teil 1/2

Mitschnitt Teil 2/2