Wer nutzt das Schulkulturbudget?
Aktivierende Begleitforschung zu den Motiven und Hinderungsgründen von nicht-teilnehmenden Schulen am „Schulkulturbudget für Bundesschulen“
Im Auftrag von KulturKontakt Austria untersucht EDUCULT bis Sommer 2012 gemeinsam mit den AkteurInnen (z.B. SchulleiterInnen, LehrerInnen) die Frage, warum etwa die Hälfte der Bundesschulen, die beim Schulkulturbudget einreichen könnten, diese Möglichkeit nicht wahrnehmen.

Kurzbeschreibung

Die Aktion „Schulkulturbudget für Bundesschulen“ des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt Kunst- und Kulturprojekte, die von SchülerInnen gemeinsam mit ihren LehrerInnen und mit KünstlerInnen entwickelt und realisiert werden. Inhaltlich und organisatorisch begleitet wird das Programm von KulturKontakt Austria. Das Schulkulturbudget verfolgt das Ziel, die aktive Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit zeitgenössischen Kunstformen zu fördern und gemeinsame Lern- und Lehrprozesse von KünstlerInnen, KulturvermittlerInnen, LehrerInnen und SchülerInnen zu initiieren. Besonders empfohlen wird dabei die Zusammenarbeit mit Kunst- und Kultureinrichtungen, Künstlervereinigungen und Kunstinitiativen.

Derzeit nimmt etwa die Hälfte der Bundesschulen, die einreichen könnten, diese Möglichkeit wahr. Im Unklaren bleiben die Gründe für die Nicht-Teilnahme:

  • Gibt es andere Schwerpunktsetzungen an den Schulen?

  • Werden andere Finanzierungsmöglichkeiten genutzt?

  • Fehlt es an bestimmten Rahmenbedingungen oder Informationen?

  • Welchen Einfluss hat das Fehlen oder Vorhandensein von Kulturkontaktpersonen bzw. Personen, die mit Kulturagenden beauftragt sind, auf die Nicht-Teilnahme?

Diese und andere Fragestellungen rund um die Nicht-Teilnahme werden mit dem vorliegenden Projekt in den Blick genommen.

Methode

Die methodische Herangehensweise beinhaltet einen Mix aus quantitativen und qualitativen Verfahren und ist diskursiv angelegt. Im Sinne von aktivierender Begleitforschung sollen die wesentlichen Akteursgruppen aktiv in den Forschungsprozess einbezogen werden. Zu diesem Zweck werden bestehende Daten analysiert, Interviews mit relevanten Akteuren nicht-teilnehmender Schulen geführt sowie VertreterInnen von teilnehmenden Schulen zu Round-Table-Gesprächen eingeladen.