Yemen Creative Hubs II

Die Yemen Creative Hubs sind ein von der Europäischen Union finanziertes Kooperationsprojekt zwischen sechs Partnern in und außerhalb Jemens zur Unterstützung der Zivilgesellschaft und des Kultursektors im Jemen. Als Lead-Partner implementiert das Goethe-Institut das Projekt seit 2022 zusammen mit der Basement Cultural Foundation in Sana’a, der Aden Again Cultural Foundation, Madarat in Mukalla/Hadramout, Your ECHO und Yemen Art Base. Die zweite Projektphase begann im April 2024 und läuft noch bis 2028. Sie baut auf den in der ersten Phase entwickelten Kompetenzen, Netzwerken und Reichweiten auf und setzt zusätzlich einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsstrategien, die eine längerfristige Stärkung der entstandenen Infrastruktur in den jeweiligen Kontexten ermöglichen sollen. Ziel des Projekts ist es, durch Capacity Buildings, Infrastruktur in Form der Creative Hubs in vier Städten und Regionen, sowie begleitende Aktivitäten und Nachhaltigkeitsstrategien wie Art Resilience Stores zu einer Stärkung individueller Kulturschaffender und Künstler*innen sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen und des Kultursektors im Jemen beizutragen.

EDUCULT konnte bereits die erste Phase der Yemen Creative Hubs evaluieren. Die Zwischenevaluation der zweiten Phase konzentriert sich nun auf die zwischen 2024-2026 umgesetzten Aktivitäten und bisher erreichten Ergebnisse. Sie untersucht den aktuellen Projektfortschritt inklusive bisher erarbeiteter Nachhaltigkeitsstrategien und ermittelt Anpassungsbedarfe und Nachschärfungspotentiale, um die Projektpartner bei der Erreichung der angestrebten Wirkungen systematisch zu unterstützen. Dafür wird ein mixed-methods Ansatz gewählt, bei dem bestehende Monitoringdaten mit qualitativer Datenerhebung verbunden werden. Dazu werden Interviews mit Projektpartnern geführt und Diskussionsgruppen mit Zielgruppen im Jemen durchgeführt. 

ReIMAGINE

Im Erasmus+ Projekt ReIMAGINE untersuchen wir, wie Europa an die eigene Vergangenheit erinnert, um zu einem (Re-)Imaginieren von pluralistischem europäischem Gedenken beizutragen.. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Praktiken als gemeinsames Werkzeug, um dominante Erinnerungsnarrative zu hinterfragen und Räume für Reflexion und Partizipation zu schaffen.

Gemeinsam mit Partner*innenorganisationen aus Österreich, Italien, Portugal, Serbien und Zypern verbinden wir künstlerische, bildungspolitische und erinnerungskulturelle Perspektiven. Wir setzen eine partizipative Bedarfsanalyse mit Akteur*innen aus Kunst, Bildung und Erinnerungskultur um. Auf Basis dieser Ergebnisse entwickeln wir eine digitale Plattform für kollektives Erinnern, die pluralistische Gedenkpraktiken durch künstlerische Zugänge, Geschichten und Videos aus allen fünf Partner*innenländern vereint und sichtbar macht. Zusätzlich entsteht ein interaktives Schulungs-Toolkit zu inklusivem Erinnern für Pädagog*innen, Kulturvermittler*innen und Kunstschaffende. Die dort enthaltenen praktischen Methoden zur Einbindung kunstbasierter Gedenkformen in politischer Bildung und Erwachsenenbildung erproben wir in gemeinsamen Trainingsformaten und nationalen Pilotprojekten. Die darauf basierende Weiterentwicklung stellt eine praktische Anwendung sicher. Zusätzlich finden zur Vernetzung von Multiplikator*innen nationale und internationale Veranstaltungen statt.

In ReIMAGINE ergründen wir gemeinsam mit den Partner*innenorganisationen praxisnahe Methoden, die kunstbasierte Formen des Erinnerns direkt in politische Bildung und Erwachsenenbildung einbinden. Durch unsere Outputs stärken wir gemeinsam zivilgesellschaftliches Engagement, fördern aktive demokratische Teilhabe fördern und leisten einen Beitrag zu einer inklusiveren europäischen Erinnerungskultur.

Wir laden insbesondere Pädagog*innen, Kunst- und Kulturschaffende sowie politische Entscheidungsträger*innen ein, an den kommenden Projektaktivitäten teilzunehmen. Aktuelle Informationen stehen im Newsletter oder auf unseren Social-Media-Kanälen.

Kofinanziert von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS).

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.

Kaleidoscope

Das Erasmus+-Projekt „Kaleidoscope – Harnessing Art-based Engagement to Empower Young Migrants“ wurde im Februar 2025 von EDUCULT (Österreich) in Kooperation mit Visual Voices (Cyprus), Skills Elevation FHB (Germany), ALO Ísland (Iceland), Future in Perspective Ltd (Ireland) und E. C. S. H. (Portugal) ins Leben gerufen.

Brücken bauen zwischen Communitys durch künstlerischen Ausdruck

In ganz Europa stehen viele junge Menschen vor Herausforderungen wie Isolation, traumatischen Erfahrungen und Identitätskonflikten. Angesichts von weltweit über 117,3 Millionen gewaltsam vertriebenen Menschen ist die Unterstützung bei der Bewältigung emotionaler Herausforderungen und die Förderung von Zugehörigkeit und Teilhabe junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen – einschließlich jener mit Migrationserfahrungen – wichtiger denn je. Dieses Projekt setzt genau hier an und möchte der sozialen Isolation sowie den damit verbundenen Herausforderungen gezielt begegnen.

Das Projekt baut auf den Ergebnissen des preisgekrönten Projekts Young Thespians auf und soll jungen Menschen sichere, inklusive und kreative Räume öffnen, in denen sie sich mit ihrer Identität auseinandersetzen, traumatische Erfahrungen verarbeiten und wertvolle Beziehungen in ihren (neuen) Communitys aufbauen können.

Ein kreativer Ansatz für sozialen Zusammenhalt

Im Laufe von 24 Monaten bündeln alle Partnerorganisationen ihre Erfahrungen und ihr Expertise in den Bereichen Forschung und Kultureller Bildung, um:

  • das ABEE-Trainingsprogramm (Art-Based Engagement Ethnography) zu entwickeln, das die Kompetenzen von Fachkräften in der Jugendarbeit im Bereich kultureller Sensibilität und traumasensibler Praxis stärkt
  • ein gemeinsames Kunst-Toolkit zu entwickeln, das durch die Perspektiven und Erfahrungen junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen geprägt ist und non-formale Lernmethoden in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater und Kreatives Schreiben bietet
  • Kurator*innen-Guides zu erstellen, um junge Menschen in ihrer Führungsrolle zu stärken und ihnen Kompetenzen im Bereich Veranstaltungsorganisation zu vermitteln.
  • Kaleidoscope-Festivals in Österreich, Zypern, Deutschland, Island, Irland und Portugal zu organisieren, bei denen Teilnehmer:innen ihre künstlerischen Ausdrucksformen präsentieren und interkulturellen Dialog anstoßen können.
  • ein transnationales Training Event in Zypern zu veranstalten, bei der Fachkräfte der Jugendarbeit zusammenkommen, um Good Practices auszutauschen und ein starkes Unterstützungsnetzwerk für neu zugewanderte Jugendliche aufzubauen.

 

Eine europäische Zusammenarbeit mit lokaler Wirkung

“Kaleidoscope” zielt darauf ab, durch kulturellen Austausch und gegenseitiges Verständnis Brücken zwischen neu angekommenen und etablierten Communitys zu bauen. Der Fokus auf Ko-Kreation und Partizipation fördert die kreativen Potenziale junger Menschen und stärkt gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in Europa.

Die Aktivitäten laufen bis 2027 und finden in allen Partnerländern statt. Sie münden in lebendige lokale Festivals und eine europäische Abschlusskonferenz in Wien, bei der die Vielfalt und Schönheit interkultureller Erfahrungen von Jugendlichen sichtbar gemacht wird.

Join the Journey

Für Updates, Anfragen oder um an kommenden Projektaktivitäten teilzunehmen, besuchen Sie uns: Kaleidoscope auf seiner Website, Facebook oder Instagram, oder tragen Sie sich in unsere Mailingliste ein.

Das Projekt wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union unterstützt.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden. Project Nr.: 2024-2-AT01-KA220-YOU-000292245

RISE Bookselling

„RISE Bookselling – Resilience, Innovation and Sustainability for the Enhancement of Bookselling“ zielt darauf ab, den Buchhandel sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu gestalten sowie seine Anpassungsfähigkeit an zukünftige Trends und Herausforderungen zu stärken. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Rolle der Buchhandlungen bei der Förderung von Lesekompetenz und der Freude am Lesen zu stärken. RISE Bookselling ist ein Projekt der European and International Booksellers Federation (EIBF) und wird vom Programm Creative Europe der Europäischen Union kofinanziert.

In diesem Rahmen wurde EDUCULT mit der Entwicklung des RISE Reading Promotion Toolkits für Buchhandlungen beauftragt. Ziel des Toolkits ist es, Buchhändler*innen praxisnahe, anwendungsorientierte Ressourcen zur Förderung von Lesemotivation und Lesekompetenz bereitzustellen sowie zugleich politische Handlungsbedarfe zu identifizieren, um den Sektor wirksamer zu unterstützen.

Die Entwicklung des Toolkits basiert auf einem umfassenden Forschungsprozess, der unter anderem eine systematische Auswertung bestehender Fachliteratur, Berichte und Daten zur Lesekompetenz und Leseförderung umfasst. Buchhändler*innen, Leseförderinitiativen und -organisationen, NGOs sowie Bildungspartner bringen ihre Perspektiven im Rahmen qualitativer Interviews ein, die in 20 ausgewählten Mitgliedsländern des RISE-Netzwerks durchgeführt werden.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Lesekompetenz von Kindern im Alter von 9 bis 15 Jahren – einer Altersgruppe, die als besonders entscheidend für die Entwicklung und Aufrechterhaltung nachhaltiger Lesegewohnheiten gilt. Dabei werden sozioökonomische Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zudem wird durchgängig eine Genderperspektive angewandt, mit besonderem Fokus auf Jungen, die nach wie vor überproportional betroffen sind, was zu einer anhaltenden Geschlechterkluft im Bereich der Lesekompetenz führt.

Lese- und Schriftsprachkompetenzen spielen eine grundlegende Rolle beim Zugang zu Wissen und Bildung, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und stärken die demokratische Resilienz, indem sie kritisches Denken, Empathie, informierte Bürgerschaft sowie Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation und Propaganda fördern.

Das RISE Reading Promotion Toolkit wird praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Buchhandlungen und Fachkräfte, die mit jungen Leserinnen und Lesern arbeiten, mit strategischen politischen Empfehlungen verbinden.

Es umfasst vier zentrale Bestandteile:

  • einen Bericht zu Lesekompetenz, Leseverhalten und Leseeinstellungen von Kindern im Alter von 9–15 Jahren, der auf bestehender Literatur basiert und zentrale Erkenntnisse, Trends und Forschungslücken aufzeigt
  • einen Katalog umsetzbarer Good-Practice-Beispiele mit besonderem Fokus auf Initiativen, die Jungen erfolgreich ansprechen
  • eine praxisnahe Checkliste für Buchhändlerinnen und Buchhändler mit unterschiedlichen Erfahrungsniveaus und Kapazitäten
  • eine Übersicht über politische Handlungsbedarfe sowie entsprechende Empfehlungen

Maßnahmen zur Unterstützung von Kunst- und Kulturschaffenden

In dieser Evaluation sollen die Erkenntnisse aus drei verschiedenen Projekten des Goethe-Instituts zusammengetragen werden:

• Space for Freedom and Feminism (Bangalore, Indien/Deutschland)
Das Projekt setzt progressives feministisches Denken in die Praxis um, indem es in Bangalore gemeinschaftliche „Spaces“ als Plattformen für Wissensaustausch und Netzwerkbildung schafft und unterstützt. Dabei sollen Frauen, geschlechtliche Minderheiten und marginalisierte Menschen bestärkt werden, historisch verwehrte Räume in Kunst und Ästhetik zu besetzen und zu reklamieren, wobei ein sicherer Raum für egalitäre, intersektionale und inklusiv-feministische Sichtweisen errichtet werden soll.

• Dealing in Distance (Südostasien – Indonesien, Philippinen, Vietnam/Deutschland)
Das partizipative Projekt bringt südostasiatische Künstler*innen und ihre Diaspora in Deutschland in Fokusgruppen, Netzwerktreffen sowie Residenzen (2025 in Indonesien, Philippinen und Vietnam) zusammen, um im künstlerischen Austausch Identität im Spannungsfeld von Migration und Heimat zu erkunden und neue Verbindungen zu schaffen. Abgeschlossen wird der Prozess durch ein mobiles Mini Festival in allen drei Ländern, das die entstandenen Arbeiten und Perspektiven sowie andere künstlerische Beiträge aus einem Open Call präsentiert.

• Kulturgarage (Alexandria, Ägypten) In einem historischen, Luftschutzbunker nahe dem Goethe-Institut Alexandria wird die Kulturgarage seit 2024 für je 3–8 Wochen als kurzfristiger Arbeits-, Fortbildungs- und Veranstaltungsraum für Künstler*innen aller Sparten, ähnlich einer Künstler*innen-Residenz, angeboten. Ausgestattet mit Büro, Bibliothek, multifunktionaler Halle und technischer Grundausstattung soll die Kulturgarage die lokale Kulturszene und ihre Widerstandsfähigkeit stärken.

Alle drei Projekte verfolgen das gemeinsame Ziel, Kunst- und Kulturschaffende sowie zivilgesellschaftliche Akteure zu unterstützen, die in illiberalen Kontexten tätig sind bzw. zur Diaspora gehören. Trotz dieses gemeinsamen Ziels unterscheiden sich die Projekte hinsichtlich ihrer Ansätze und Zielgruppen, um das übergeordnete Ziel der Unterstützung bestmöglich zu erreichen. Darüber hinaus sind die Projekte in unterschiedlichen regionalen Zusammenhängen angesiedelt. Im Mittelpunkt der Evaluation steht die Frage, ob und wie die drei genannten Teilprojekte in ihren jeweiligen Kontexten und Ansätzen zur Stärkung von Kunst- und Kulturschaffenden sowie zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in ihren jeweiligen Umfeldern beitragen. Einerseits soll untersucht werden, welche unmittelbaren Ergebnisse die Projekte bereits erzielt haben, andererseits gilt es, Ansätze für eine dauerhafte Wirkung herauszuarbeiten. Zudem soll die Evaluation aufzeigen, inwiefern das Goethe-Institut mit seinen Maßnahmen und Projektaktivitäten generell dazu beiträgt, kulturelle Szenen und zivilgesellschaftliche Strukturen zu fördern.
Der methodische Ansatz nutzt die von Adele Clarke weiterentwickelte Situationsanalyse, um die Vielfalt und Komplexität aller drei Projekte abzubilden.

Dabei entstehen

1. Situationskarten, die zentrale Elemente (Akteur*innen, Diskurse, Orte, Regeln, Materialien) inventarisieren,

2. Soziale Welten & Arenen Karten, die diese Elemente nach Handlungswelten (z. B. lokale Szene, transnationale Netzwerke) und Konfliktlinien strukturieren,

3. Positionskarten, die verschiedene Standpunkte zu Schlüsselthemen (z. B. Freiheit, Empowerment, Resilienz) visualisieren.

Dieser flexible Ansatz macht informelle Machtverhältnisse, institutionelle Rahmen und divergierende Deutungen sichtbar und legt so eine solide Basis für vergleichende Erkenntnisse und Transferempfehlungen.

Fit für den deutschen Arbeitsmarkt (FIMA)

Das Projekt begleitet Schüler*innen und junge Erwachsene aus Mexiko, Kolumbien und Brasilien in der Erwerbs- und Ausbildungsmigration nach Deutschland. Dazu werden die Teilnehmenden dabei unterstützt sich sprachlich auf das Alltags- und Arbeitsleben in Deutschland vorzubereiten und die dafür notwendigen Zertifikate zu erwerben.

Die Teilnehmenden erhalten kostenlose Sprachkurse inklusive Sprachprüfung (A1 und A2), landeskundliche und interkulturelle Vorbereitung, Bewerbungstrainings, Hausaufgabenbetreuung, fachliche Betreuung durch die Bundesagentur für Arbeit und die Zentrale Auslands- und Fachermittlung (ZAV) sowie Angebote des Alumniportal Deutschland.

In der Evaluation findet eine Überprüfung der Zielerreichung auf Output- und Outcome-Ebene sowie eine Erhebung kurzfristiger Wirkungen und eine Plausibilitätsdarstellung langfristiger Wirkungen bei der Zielgruppe und auf gesellschaftlicher Ebene statt. Dazu wird eine Bedarfsanalyse der Teilnehmenden und Arbeitgeber*innen durchgeführt. Die begleitende Evaluation setzt außerdem einen Fokus auf den Projektaufbau und die -struktur sowie die laufenden Prozesse und Transfermöglichkeiten. Außerdem werden Empfehlungen zur Optimierung des Projekts herausgearbeitet.

In der Datenerhebung wird ein Fokus auf qualitative Methoden gelegt, welcher durch Sekundärdatenanalysen und Online-Befragungen der Teilnehmenden und Arbeitgeber*innen ergänzt wird.

Raising Europe’s Stars

Das transnationale Jugendprojekt „Raising Europe’s Stars“ bringt junge Menschen zusammen und regt sie dazu an sich mit europäischer Politik, demokratischen Prozesse und gemeinsamen Werten auseinanderzusetzen.

In einem mehrstufigen Lernformat setzten sich die Teilnehmenden zunächst in lokalen Gruppen mit der Europäischen Union und ihren Strukturen auseinander. In regionalen Workshops schlüpften sie anschließend erstmals in die Rolle politischer Entscheidungsträger*innen, bevor sie in einer internationalen Hauptveranstaltung – einem dreitägigen Planspiel im rheinland-pfälzischen Landtag – politische Debatten zu Themen wie dem Green Deal oder europäischer Sicherheit führten. Das Projekt verbindet klassische politische Bildung mit innovativen Methoden wie Rollenspielen, Peer-Learning und interkulturellem Austausch.

Die summative Evaluation basiert auf der Theory of Change, entsprechend dem „Kultur wirkt!“-Ansatz des Goethe Institut, und des Most Significant Change. Ziel ist die Überprüfung der Zielerreichung auf Output- und Outcome-Ebene sowie die Erhebung kurzfristiger Wirkungen bei den Zielgruppen sowie eine Plausibilitätsdarstellung langfristiger Wirkungen bei den Zielgruppen und auf gesellschaftlicher Ebene.
Die Datenerhebung erfolgt Kombination qualitativer und quantitativer Methoden wie Interviews und Fokusgruppen mit Projektverantwortlichen und -mitarbeitenden, Mentor*innen sowie Peer-to-Peer-Interviews und einer Online-Umfrage mit Jugendlichen.

European Capital of Democracy

Die ECoD gemeinnützige GmbH wurde 2021 von der Innovation in Politics Institute GmbH gegründet, mit dem Ziel die Demokratie in Europa zu stärken. Zu diesem Zweck wird jedes Jahr eine Europäische Demokratiehauptstadt. In Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und einer Bürger*innen-Jury organisiert und realisiert die Titelträgerstadt ein Demokratiejahr mit einer breiten Palette an Aktivitäten und Veranstaltungen. Nach den ersten beiden Demokratiehauptstädten Barcelona und Wien soll zukünftig eine umfassende Evaluation der Wirkungen und Prozesse erfolgen. Hierfür erarbeitet EDUCULT gemeinsam mit dem ECoD Programmteam in Wien im Rahmen von Dokumentenanalysen und Entwicklungsworkshops eine Wirkungslogik und ein Evaluationskonzept.

(Dis)solutions/(Auf)lösungen – dekoloniale Begegnungen

Das Projekt (Dis)solutions/ (Auf)Lösungen – Dekoloniale Begegnungen des Goethe-Instituts rückt Osteuropa und Zentralasien als Regionen mit besonderer postkolonialer Prägung in den Fokus. In den dortigen kulturellen Szenen und zivilgesellschaftlichen Initiativen finden sich vielfältige dekoloniale Ansätze, die bislang jedoch meist innerhalb nationaler Grenzen verbleiben – Grenzen, die selbst oftmals kolonialen Ursprungs sind. Zugleich fehlt es marginalisierten Perspektiven auf Themen wie Identität, Geschichte, Sprache oder kulturelles Erbe an Sichtbarkeit und öffentlicher Plattform. Das Projekt wird von den Goethe-Instituten Ukraine sowie Kasachstan durchgeführt.

In einer ersten Phase 2023 wurden sechs Expert*innen aus Armenien, Estland, der Republik Moldau, der Ukraine, Kasachstan und Kirgisistan mit der Kartierung post- und dekolonialer Praktiken in Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft beauftragt. Auf Grundlage dieser Analyse entstand in Zusammenarbeit mit den Expert*innen ein Konzept für die Folgephase, welche im Zentrum der Evaluation steht. Drei Kuratorinnen entwickelten daraus ein Residenzprogramm, das Künstler*innen aus zwölf Ländern zu Residenzreisen bzw. Kurzaufenthalten in mehreren Ländern der genannten Regionen einlädt. So konnten zwischen 2024 und 2025 19 Künstler*innen an vier Reisen in insgesamt acht Länder teilnehmen. Vor Ort werden die Künstler*innen von lokalen Organisationen betreut, erhalten Zugang zu Archiven, Museen und Kulturszenen und setzen sich intensiv mit den jeweiligen postkolonialen Realitäten auseinander. Die Residenzen bieten Raum für künstlerische Reflexion, interdisziplinären Austausch und die Entwicklung neuer Werke. Begleitende Maßnahmen wie Workshop, die Teilnahme an der Konferenz der RUTA Association in der Ukraine (2024, 2025), sowie die Produktion einer englischsprachigen Podcast-Reihe ergänzen das Programm.

Die Evaluation untersucht, inwiefern das Projekt zum übergeordneten Ziel, einen Austausch Europas mit der Welt zu fördern, beitragen konnte. Insbesondere wird dabei die kulturpolitische Bedeutung des Projekts mit dem Fokus auf dekoloniale Begegnungen in den Regionen Osteuropa und Zentralasien untersucht, sowie die Arbeitsweise und Formate des Projekts, um diese Begegnungen zu ermöglichen. Entsprechend dem „kultur wirkt“-Ansatz des Goethe-Instituts bietet die Evaluation eine Grundlage für Lern- und Entwicklungsprozesse. Im Sinne eines dekolonialen Ansatzes werden neben der institutionellen und Projektperspektive insbesondere die individuellen Perspektiven Beteiligter ins Zentrum gerückt.
Im Rahmen der Evaluation werden qualitative Interviews mit Expert*innen und Stakeholdern aus den Regionen, Fokusgruppen mit beteiligten Künstler*innen und Host-Organisationen, inhaltliche Analysen der Podcast-Reihe sowie eine Netzwerkanalyse durchgeführt.

kulturen in bewegung

kulturen in bewegung, die Kulturabteilung des Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC), hat das Ziel, durch Kunst- und Kulturprojekte sowie Trainings einen Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs über entwicklungspolitische Themen in Österreich zu leisten. Dabei wird besonderer Wert auf die Einbindung von Künstler*innen und Kulturschaffenden aus diasporischen, migrantischen und BiPoC Communities in Wien sowie aus dem sog. globalen Süden gelegt. Durch diese Projekte und Initiativen soll ein differenziertes Verständnis globaler Zusammenhänge gefördert werden.

Zentral ist dabei die Bewusstseinsbildung der österreichischen Zivilgesellschaft für globale Fragestellungen und die Förderung eines diversen Kulturverständnisses. Im Fokus steht die Stärkung interkultureller Begegnungen, die sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene den Dialog und Austausch befördern. Das Programm setzt dabei auf partizipative, repräsentationskritische und nachhaltige Ansätze und zielt darauf ab, die Prinzipien von Diversität, Inklusion und Solidarität in allen Aspekten der Arbeit zu verankern.

Die Evaluation bezieht sich auf die erste Hälfte des von der Austrian Development Agency geförderten fünfjährigen Rahmenprogramms (2022-2026) von kulturen in bewegung, wobei der Fokus auf den Projekten von 2024 liegt, welche noch weiter fortgeführt werden. Die Evaluation dient der Überprüfung der bisherigen Effektivität und Wirkung der Projekte und als Chance für die Weiterentwicklung des Programms.

Neben Interviews mit verschiedenen Stakeholdern des Programms, werden Interviews und Fokusgruppen mit Künstler*innen, Kulturschaffenden und Kooperationspartner*innen durchgeführt, außerdem werden mehrere Veranstaltungen durch teilnehmende Beobachtung begleitet. Dabei kommt u.a. die Appreciative Inquiry zum Einsatz, um Erfolge und Potentiale zu identifizieren, während eine SWOT-Analyse (Strenghts/ Weaknesses/ Opportunities/ Threats) Lernmöglichkeiten aufzeigen soll.