Yemen Creative Hubs II
Abdullah Alallah
Abdullah AlallahDie Yemen Creative Hubs sind ein von der Europäischen Union finanziertes Kooperationsprojekt zwischen sechs Partnern in und außerhalb Jemens zur Unterstützung der Zivilgesellschaft und des Kultursektors im Jemen. Als Lead-Partner implementiert das Goethe-Institut das Projekt seit 2022 gemeinsam mit der Basement Cultural Foundation in Sana’a, der Aden Again Cultural Foundation, Madarat in Mukalla/Hadramout, Your ECHO und Yemen Art Base. Die zweite Projektphase begann im April 2024 und läuft bis 2028. Sie baut auf den in der ersten Phase entwickelten Kompetenzen, Netzwerken und Reichweiten auf und setzt zusätzlich einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeitsstrategien, die eine längerfristige Stärkung der entstandenen Infrastruktur in den jeweiligen Kontexten ermöglichen sollen. Ziel des Projekts ist es, die kulturelle Infrastruktur im Jemen durch Capacity-Building-Maßnahmen und den Aufbau von Creative Hubs in vier Städten und Regionen zu stärken. Ergänzend sollen begleitende Aktivitäten und Nachhaltigkeitsstrategien wie Art Resilience Stores dazu beitragen, Kulturschaffende und Künstler*innen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und den Kultursektor insgesamt zu fördern.
In der Zwischenevaluation bauen wir auf den Erkenntnissen aus der Evaluation der ersten Projektphase (Yemen Creative Hubs) auf. So lassen sich Entwicklungen, Fortschritte und Anpassungsbedarfe über die Projektphasen hinweg systematisch nachzeichnen. Die Zwischenevaluation der zweiten Phase konzentriert sich nun auf die zwischen 2024 und 2026 umgesetzten Aktivitäten und bisher erreichten Ergebnisse. Wir untersuchen den aktuellen Projektfortschritt einschließlich der bisher erarbeiteten Nachhaltigkeitsstrategien und ermitteln Anpassungsbedarfe und Nachschärfungspotenziale, um die Projektpartner bei der Erreichung der angestrebten Wirkungen systematisch zu unterstützen. Dafür wählen wir einen Mixed-Methods-Ansatz, bei dem bestehende Monitoringdaten mit qualitativer Datenerhebung verbunden werden. Dazu führen wir Interviews mit Projektpartner*innen und Diskussionsgruppen mit Zielgruppen der Hubs, insb. Künstler*innen und Kulturschaffenden im Jemen durch.
Die Zwischenevaluation schafft eine fundierte Grundlage, um den bisherigen Projektverlauf der zweiten Phase einzuordnen und den Stand der angestrebten Wirkungen sichtbar zu machen. Sie liefert Erkenntnisse zum Fortschritt der Capacity-Building-Maßnahmen, zur Nutzung und Bedeutung der aufgebauten Infrastruktur sowie zur Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategien. Auf dieser Basis können Anpassungsbedarfe frühzeitig identifiziert und Nachschärfungen vorgenommen werden, um die Projektpartner in der weiteren Umsetzung bis 2028 gezielt zu unterstützen.
Laufzeit: März - Mai 2026
Auftraggeber: Goethe Institut Jordanien/Amman
Kontakt: lilian.haege(at)educult.at


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