Kaleidoscope

Das Erasmus+-Projekt „Kaleidoscope – Harnessing Art-based Engagement to Empower Young Migrants“ wurde im Februar 2025 von EDUCULT (Österreich) in Kooperation mit Visual Voices (Cyprus), Skills Elevation FHB (Germany), ALO Ísland (Iceland), Future in Perspective Ltd (Ireland) und E. C. S. H. (Portugal) ins Leben gerufen.

Brücken bauen zwischen Communitys durch künstlerischen Ausdruck

In ganz Europa stehen viele junge Menschen vor Herausforderungen wie Isolation, traumatischen Erfahrungen und Identitätskonflikten. Angesichts von weltweit über 117,3 Millionen gewaltsam vertriebenen Menschen ist die Unterstützung bei der Bewältigung emotionaler Herausforderungen und die Förderung von Zugehörigkeit und Teilhabe junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen – einschließlich jener mit Migrationserfahrungen – wichtiger denn je. Dieses Projekt setzt genau hier an und möchte der sozialen Isolation sowie den damit verbundenen Herausforderungen gezielt begegnen.

Das Projekt baut auf den Ergebnissen des preisgekrönten Projekts Young Thespians auf und soll jungen Menschen sichere, inklusive und kreative Räume öffnen, in denen sie sich mit ihrer Identität auseinandersetzen, traumatische Erfahrungen verarbeiten und wertvolle Beziehungen in ihren (neuen) Communitys aufbauen können.

Ein kreativer Ansatz für sozialen Zusammenhalt

Im Laufe von 24 Monaten bündeln alle Partnerorganisationen ihre Erfahrungen und ihr Expertise in den Bereichen Forschung und Kultureller Bildung, um:

  • das ABEE-Trainingsprogramm (Art-Based Engagement Ethnography) zu entwickeln, das die Kompetenzen von Fachkräften in der Jugendarbeit im Bereich kultureller Sensibilität und traumasensibler Praxis stärkt
  • ein gemeinsames Kunst-Toolkit zu entwickeln, das durch die Perspektiven und Erfahrungen junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen geprägt ist und non-formale Lernmethoden in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater und Kreatives Schreiben bietet
  • Kurator*innen-Guides zu erstellen, um junge Menschen in ihrer Führungsrolle zu stärken und ihnen Kompetenzen im Bereich Veranstaltungsorganisation zu vermitteln.
  • Kaleidoscope-Festivals in Österreich, Zypern, Deutschland, Island, Irland und Portugal zu organisieren, bei denen Teilnehmer:innen ihre künstlerischen Ausdrucksformen präsentieren und interkulturellen Dialog anstoßen können.
  • ein transnationales Training Event in Zypern zu veranstalten, bei der Fachkräfte der Jugendarbeit zusammenkommen, um Good Practices auszutauschen und ein starkes Unterstützungsnetzwerk für neu zugewanderte Jugendliche aufzubauen.

 

Eine europäische Zusammenarbeit mit lokaler Wirkung

“Kaleidoscope” zielt darauf ab, durch kulturellen Austausch und gegenseitiges Verständnis Brücken zwischen neu angekommenen und etablierten Communitys zu bauen. Der Fokus auf Ko-Kreation und Partizipation fördert die kreativen Potenziale junger Menschen und stärkt gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in Europa.

Die Aktivitäten laufen bis 2027 und finden in allen Partnerländern statt. Sie münden in lebendige lokale Festivals und eine europäische Abschlusskonferenz in Wien, bei der die Vielfalt und Schönheit interkultureller Erfahrungen von Jugendlichen sichtbar gemacht wird.

Join the Journey

Für Updates, Anfragen oder um an kommenden Projektaktivitäten teilzunehmen, besuchen Sie uns: Kaleidoscope auf seiner Website, Facebook oder Instagram, oder tragen Sie sich in unsere Mailingliste ein.

Das Projekt wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union unterstützt.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden. Project Nr.: 2024-2-AT01-KA220-YOU-000292245

ANDERS:GLEICH

ANDERS:GLEICH reagiert auf globale gesellschaftliche Verwerfungen und anhaltende Konflikte – etwa in Palästina/Israel, Syrien oder in der Ukraine –, die junge Menschen emotional und politisch stark betreffen. Das Projekt stärkt Gleichwertigkeitshaltungen, minimiert Radikalisierungsrisiken und fördert eine offene, pluralitätsfähige und demokratische Gesellschaft auf Menschenrechtsbasis. Die primären Zielgruppen sind junge Menschen in Schulen und Jugendzentren, die in ihrem sozialen Umfeld, über Familie, Peergroups und soziale Medien mit polarisierenden Narrativen konfrontiert sind.

Durch erlebnisorientierte Aktivitäten, interaktive Methoden und praktische Erfahrungen schaffen wir Räume, in denen Jugendliche ihre Toleranz, Empathie und demokratisches Denken stärken. In angeleiteten Reflexionsformaten arbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden an der kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern, Einstellungen und Vorurteilen. Dabei binden wir Einflüsse von sozialen Medien, familiären Prägungen und Peergroups bewusst ein.

Die Jugendlichen werden darin bestärkt, die Gleichwertigkeit aller Menschen anzuerkennen und aktiv zu leben. Somit fördern wir die Wahrnehmung von gesellschaftlicher Pluralität als Stärke und Chance. Das Projekt hinterfragt Haltungen der Abwertung und Ausgrenzung und stärkt demokratische, menschenrechtsorientierte Handlungsoptionen im Alltag.

RISE Bookselling

„RISE Bookselling – Resilience, Innovation and Sustainability for the Enhancement of Bookselling“ zielt darauf ab, den Buchhandel sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltig zu gestalten sowie seine Anpassungsfähigkeit an zukünftige Trends und Herausforderungen zu stärken. Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, die Rolle der Buchhandlungen bei der Förderung von Lesekompetenz und der Freude am Lesen zu stärken. RISE Bookselling ist ein Projekt der European and International Booksellers Federation (EIBF) und wird vom Programm Creative Europe der Europäischen Union kofinanziert.

In diesem Rahmen wurde EDUCULT mit der Entwicklung des RISE Reading Promotion Toolkits für Buchhandlungen beauftragt. Ziel des Toolkits ist es, Buchhändler*innen praxisnahe, anwendungsorientierte Ressourcen zur Förderung von Lesemotivation und Lesekompetenz bereitzustellen sowie zugleich politische Handlungsbedarfe zu identifizieren, um den Sektor wirksamer zu unterstützen.

Die Entwicklung des Toolkits basiert auf einem umfassenden Forschungsprozess, der unter anderem eine systematische Auswertung bestehender Fachliteratur, Berichte und Daten zur Lesekompetenz und Leseförderung umfasst. Buchhändler*innen, Leseförderinitiativen und -organisationen, NGOs sowie Bildungspartner bringen ihre Perspektiven im Rahmen qualitativer Interviews ein, die in 20 ausgewählten Mitgliedsländern des RISE-Netzwerks durchgeführt werden.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Lesekompetenz von Kindern im Alter von 9 bis 15 Jahren – einer Altersgruppe, die als besonders entscheidend für die Entwicklung und Aufrechterhaltung nachhaltiger Lesegewohnheiten gilt. Dabei werden sozioökonomische Rahmenbedingungen berücksichtigt. Zudem wird durchgängig eine Genderperspektive angewandt, mit besonderem Fokus auf Jungen, die nach wie vor überproportional betroffen sind, was zu einer anhaltenden Geschlechterkluft im Bereich der Lesekompetenz führt.

Lese- und Schriftsprachkompetenzen spielen eine grundlegende Rolle beim Zugang zu Wissen und Bildung, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und stärken die demokratische Resilienz, indem sie kritisches Denken, Empathie, informierte Bürgerschaft sowie Widerstandsfähigkeit gegenüber Desinformation und Propaganda fördern.

Das RISE Reading Promotion Toolkit wird praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Buchhandlungen und Fachkräfte, die mit jungen Leserinnen und Lesern arbeiten, mit strategischen politischen Empfehlungen verbinden.

Es umfasst vier zentrale Bestandteile:

  • einen Bericht zu Lesekompetenz, Leseverhalten und Leseeinstellungen von Kindern im Alter von 9–15 Jahren, der auf bestehender Literatur basiert und zentrale Erkenntnisse, Trends und Forschungslücken aufzeigt
  • einen Katalog umsetzbarer Good-Practice-Beispiele mit besonderem Fokus auf Initiativen, die Jungen erfolgreich ansprechen
  • eine praxisnahe Checkliste für Buchhändlerinnen und Buchhändler mit unterschiedlichen Erfahrungsniveaus und Kapazitäten
  • eine Übersicht über politische Handlungsbedarfe sowie entsprechende Empfehlungen

Maßnahmen zur Unterstützung von Kunst- und Kulturschaffenden

In dieser Evaluation sollen die Erkenntnisse aus drei verschiedenen Projekten des Goethe-Instituts zusammengetragen werden:

• Space for Freedom and Feminism (Bangalore, Indien/Deutschland)
Das Projekt setzt progressives feministisches Denken in die Praxis um, indem es in Bangalore gemeinschaftliche „Spaces“ als Plattformen für Wissensaustausch und Netzwerkbildung schafft und unterstützt. Dabei sollen Frauen, geschlechtliche Minderheiten und marginalisierte Menschen bestärkt werden, historisch verwehrte Räume in Kunst und Ästhetik zu besetzen und zu reklamieren, wobei ein sicherer Raum für egalitäre, intersektionale und inklusiv-feministische Sichtweisen errichtet werden soll.

• Dealing in Distance (Südostasien – Indonesien, Philippinen, Vietnam/Deutschland)
Das partizipative Projekt bringt südostasiatische Künstler*innen und ihre Diaspora in Deutschland in Fokusgruppen, Netzwerktreffen sowie Residenzen (2025 in Indonesien, Philippinen und Vietnam) zusammen, um im künstlerischen Austausch Identität im Spannungsfeld von Migration und Heimat zu erkunden und neue Verbindungen zu schaffen. Abgeschlossen wird der Prozess durch ein mobiles Mini Festival in allen drei Ländern, das die entstandenen Arbeiten und Perspektiven sowie andere künstlerische Beiträge aus einem Open Call präsentiert.

• Kulturgarage (Alexandria, Ägypten) In einem historischen, Luftschutzbunker nahe dem Goethe-Institut Alexandria wird die Kulturgarage seit 2024 für je 3–8 Wochen als kurzfristiger Arbeits-, Fortbildungs- und Veranstaltungsraum für Künstler*innen aller Sparten, ähnlich einer Künstler*innen-Residenz, angeboten. Ausgestattet mit Büro, Bibliothek, multifunktionaler Halle und technischer Grundausstattung soll die Kulturgarage die lokale Kulturszene und ihre Widerstandsfähigkeit stärken.

Alle drei Projekte verfolgen das gemeinsame Ziel, Kunst- und Kulturschaffende sowie zivilgesellschaftliche Akteure zu unterstützen, die in illiberalen Kontexten tätig sind bzw. zur Diaspora gehören. Trotz dieses gemeinsamen Ziels unterscheiden sich die Projekte hinsichtlich ihrer Ansätze und Zielgruppen, um das übergeordnete Ziel der Unterstützung bestmöglich zu erreichen. Darüber hinaus sind die Projekte in unterschiedlichen regionalen Zusammenhängen angesiedelt. Im Mittelpunkt der Evaluation steht die Frage, ob und wie die drei genannten Teilprojekte in ihren jeweiligen Kontexten und Ansätzen zur Stärkung von Kunst- und Kulturschaffenden sowie zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in ihren jeweiligen Umfeldern beitragen. Einerseits soll untersucht werden, welche unmittelbaren Ergebnisse die Projekte bereits erzielt haben, andererseits gilt es, Ansätze für eine dauerhafte Wirkung herauszuarbeiten. Zudem soll die Evaluation aufzeigen, inwiefern das Goethe-Institut mit seinen Maßnahmen und Projektaktivitäten generell dazu beiträgt, kulturelle Szenen und zivilgesellschaftliche Strukturen zu fördern.
Der methodische Ansatz nutzt die von Adele Clarke weiterentwickelte Situationsanalyse, um die Vielfalt und Komplexität aller drei Projekte abzubilden.

Dabei entstehen

1. Situationskarten, die zentrale Elemente (Akteur*innen, Diskurse, Orte, Regeln, Materialien) inventarisieren,

2. Soziale Welten & Arenen Karten, die diese Elemente nach Handlungswelten (z. B. lokale Szene, transnationale Netzwerke) und Konfliktlinien strukturieren,

3. Positionskarten, die verschiedene Standpunkte zu Schlüsselthemen (z. B. Freiheit, Empowerment, Resilienz) visualisieren.

Dieser flexible Ansatz macht informelle Machtverhältnisse, institutionelle Rahmen und divergierende Deutungen sichtbar und legt so eine solide Basis für vergleichende Erkenntnisse und Transferempfehlungen.

Kulturentwicklung an der Steirischen Eisenstraße

Mehrere Gesprächsrunden regionaler Kulturverantwortlicher im Bezirk Leoben gaben den Impuls für ein LEADER-Projekt zur Stärkung der Kulturregion Steirische Eisenstraße. Ziel ist es, das kulturelle Leben in den Gemeinden strategisch weiterzuentwickeln, sichtbarer zu machen und die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Genregrenzen hinweg zu vertiefen. Gleichzeitig entstehen erste Grundlagen für eine mögliche Bewerbung als Kulturdrehscheibe im Rahmen der Kulturstrategie 2030 des Landes Steiermark.

Zu Beginn des Prozesses setzten wir eine Bedarfs- und Potenzialanalyse um. Sie macht die Stärken, Entwicklungsmöglichkeiten und Handlungsfelder der Kulturregion sichtbar. Darauf aufbauend moderieren wir Entwicklungsworkshops, in denen konkrete Maßnahmen vereinbart werden. Im Weiteren begleiten wir die Umsetzung von Kulturforen, zu denen alle Kulturverantwortlichen der Region eingeladen sind. Zudem wird der Informationstransfer für Gemeinden und Kulturschaffende durch regelmäßige externe Inputs (z. B. zu Förderungen oder Kooperationsangeboten) unterstützt. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist die Entwicklung definierter thematischer Schwerpunkte der Gemeinden und Pilotmaßnahmen zur stärkeren Präsenz von Kultur im öffentlichen und digitalen Raum über Gemeinde- und Genregrenzen hinweg.

Konkret entwickeln wir ein Konzept zur strukturellen Optimierung der Kulturarbeit. Die Pilotmaßnahmen sowie regelmäßige Kulturtreffen als Austausch- und Lernformate verbessern die strategische Abstimmung in der Region nachhaltig. Es entsteht ein gemeinsam getragenes Verständnis regionaler Kulturziele und eine klare Profilierung der Steirischen Eisenstraße als lebendige Kulturregion.

Sport-Freunde

„Sport-Freunde“ ist ein Projekt von „Fremde werden Freunde“, mit dem Ziel mit niederschwellige, kostenfreie Sportangebote mit psychosozialen Elementen für Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte zu schaffen. An den Standorten in Wien und Linz werden Sport- und Freizeitangebote in Schulen sowie außerschulisch umgesetzt. Dabei sind diverse Sportarten wie Basketball, Thai-Boxing, Aerobic, Fußball, Laufen oder Schach.

Evaluationsdesign

Die Wirkungsevaluierung erfasst inwiefern die Projektziele erreicht werden und welche Wirkungen das Projekt auf die Zielgruppen hat. Dazu wird das bereits bestehende Wirkungsmodell kritisch reflektiert und weiterentwickelt.

Methoden

Ein Mix aus qualitativen und quantitativen Erhebungen erlaubt eine umfassende Beantwortung der Evaluationsfragen. Basierend auf einer quantitativen Vorher- und Nachher-Befragung werden Wirkungen auf die Teilnehmenden abgeleitet. Teilnehmende Beobachtungen, Interviews und Fokusgruppen mit Teilnehmenden sowie Interviews mit Stakeholdern geben Rückschlüsse auf deren Einschätzungen und Erfahrungen in einzelnen Angeboten von „Sport-Freunde“.

Raising Europe’s Stars

Das transnationale Jugendprojekt „Raising Europe’s Stars“ bringt junge Menschen zusammen und regt sie dazu an sich mit europäischer Politik, demokratischen Prozesse und gemeinsamen Werten auseinanderzusetzen.

In einem mehrstufigen Lernformat setzten sich die Teilnehmenden zunächst in lokalen Gruppen mit der Europäischen Union und ihren Strukturen auseinander. In regionalen Workshops schlüpften sie anschließend erstmals in die Rolle politischer Entscheidungsträger*innen, bevor sie in einer internationalen Hauptveranstaltung – einem dreitägigen Planspiel im rheinland-pfälzischen Landtag – politische Debatten zu Themen wie dem Green Deal oder europäischer Sicherheit führten. Das Projekt verbindet klassische politische Bildung mit innovativen Methoden wie Rollenspielen, Peer-Learning und interkulturellem Austausch.

Die summative Evaluation basiert auf der Theory of Change, entsprechend dem „Kultur wirkt!“-Ansatz des Goethe Institut, und des Most Significant Change. Ziel ist die Überprüfung der Zielerreichung auf Output- und Outcome-Ebene sowie die Erhebung kurzfristiger Wirkungen bei den Zielgruppen sowie eine Plausibilitätsdarstellung langfristiger Wirkungen bei den Zielgruppen und auf gesellschaftlicher Ebene.
Die Datenerhebung erfolgt Kombination qualitativer und quantitativer Methoden wie Interviews und Fokusgruppen mit Projektverantwortlichen und -mitarbeitenden, Mentor*innen sowie Peer-to-Peer-Interviews und einer Online-Umfrage mit Jugendlichen.

European Capital of Democracy

Die ECoD gemeinnützige GmbH wurde 2021 von der Innovation in Politics Institute GmbH gegründet, mit dem Ziel die Demokratie in Europa zu stärken. Zu diesem Zweck wird jedes Jahr eine Europäische Demokratiehauptstadt. In Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und einer Bürger*innen-Jury organisiert und realisiert die Titelträgerstadt ein Demokratiejahr mit einer breiten Palette an Aktivitäten und Veranstaltungen. Nach den ersten beiden Demokratiehauptstädten Barcelona und Wien soll zukünftig eine umfassende Evaluation der Wirkungen und Prozesse erfolgen. Hierfür erarbeitet EDUCULT gemeinsam mit dem ECoD Programmteam in Wien im Rahmen von Dokumentenanalysen und Entwicklungsworkshops eine Wirkungslogik und ein Evaluationskonzept.

Das relevante Museum

„Das relevante Museum“ startete 2019 als zweitägiges Symposium in Hamburg. Seit 2020 wird es als kollaborativ konzipiertes Programm in Deutschland, Österreich und der Schweiz stetig weiterentwickelt. 2025 sind Mitarbeiter*innen aus 18 Museen teil des Programms. Jährlich wechselnde Expert*innen kuratieren Impulse, über digitale Kommunikationskanäle erfolgt kollegiale Beratung, zudem wird ein modularer Werkzeugkasten erarbeitet.

Evaluationsdesign

Die Fragestellungen beziehen sich unter anderem auf den bisherigen Programmverlauf, den Mehrwert für die Teilnehmenden und die Museen, den Kompetenzaufbau sowie die Förderung von Innovation in der Museumsarbeit. Die Evaluation soll die gemeinsame Reflexion unterstützen und der strategischen Wirkungsorientierung der Stiftungen dienlich sein.

Methoden

Neben Interviews und Fokusgruppen mit Programmbeteiligten wird sich eine Onlinebefragung an alle bisherigen Teilnehmenden richten.

SEEDS

Sicherheit in Österreich umfasst nicht nur wirtschaftliche Stabilität sowie Schutz vor Kriminalität, Terrorismus, Pandemien oder Katastrophen, sondern auch staatliche Souveränität und gelebte demokratische Werte und Freiheiten. Die Geistige Landesverteidigung (GLV) ist als Teil der umfassenden Landesverteidigung im Bundesverfassungsgesetz verankert und betont die Verteidigung der Demokratie als zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Politische Bildung an Schulen spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie ein breites Demokratieverständnis vermittelt und sicherheitspolitische Fragen verständlich macht. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt SEEDS (Security Education by Empowering Democratic Strength) setzt hier an: Es zielt auf die Weiterentwicklung eines zeitgemäßen Verständnisses der Geistigen Landesverteidigung ab und entwickelt spezifische Vermittlungsmethoden der politischen Bildung für die Sekundarstufe I und II. Ziel ist es, Schüler*innen zu befähigen, Demokratie aktiv mitzugestalten und demokratische Werte reflektiert zu vertreten.

Im ersten Schritt erfolgte eine strukturierte Bedarfsanalyse, um bestehende Zugänge, Herausforderungen und Wahrnehmungen der geistigen Landesverteidigung im Bildungskontext systematisch zu erfassen. Diese basierte auf umfassender Desk Research sowie qualitativen und partizipativen Erhebungen mit Schüler*innen, Lehrkräfte und Expert*innen aus Bildung und Sicherheit.

Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde ein praxisnahes Verständnis der geistigen Landesverteidigung im Sinne der politischen Bildung herausgearbeitet – insbesondere in Bezug auf (fehlende) Inhalte, Vermittlungsformate und strukturelle Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend entwickeln wir ein Toolkit für Lehrkräfte, das zentrale GLV-Themen alters- und zielgruppengerecht für Sekundarstufe I/II vermittelt. Dabei sichern partizipative Methoden wie gemeinsame Validierungen mit Lehrkräften oder Pilotierungen in Schulklassen die Anwendbarkeit und Praxistauglichkeit.

Das Toolkit bietet einen niederschwelligen und praktischen Zugang zu Themen der Geistigen Landesverteidigung für den Unterricht. Es vermittelt Wissen und Handlungskompetenz, damit Schüler*innen Demokratie kritisch reflektieren sowie verantwortungsvoll verteidigen können. So entsteht eine Verbindung zwischen der Geistigen Landesverteidigung und der politischen Bildung im Sinne einer aktiven Stärkung und des nachhaltigen Schutzes der Demokratie.