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Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.

Aller.Land ist ein sechsjähriges Förderprogramm für Kultur, Beteiligung und Demokratie in ländlichen, insbesondere strukturschwachen Regionen Deutschlands. Dabei stärkt das Programm beteiligungsorientierte Kulturentwicklung, indem Kultur, Demokratiearbeit, politische Bildung und Regionalentwicklung systematisch miteinander verknüpft werden. Das Programm unterstützte in einer ersten Phase 96 Regionen mit 40.000 € Entwicklungsbudgets. 30 ausgewählte Regionen erhalten in einer anschließenden fünfjährigen Umsetzungsphase eine Förderung von bis zu 1,5 Mio. €.

Gemeinsam mit dem Programmbüro und verantwortlichen Bundesministerien entwickeln wir ein übergreifendes Wirkungsmodell für Aller.Land, das die angestrebte Wirkung des Gesamtprogramms systematisiert. Zusätzlich begleiten wir die 30 Regionen in partizipativen Workshops bei der Entwicklung eigener Wirkmodelle. Diese beschreiben die 30 Projekte und erfassen regionale Zielsetzungen. So entstehen 30 Wirkmodelle, welche die Regionen bei der Umsetzung ihrer Arbeit über die kommenden Jahre unterstützen, und in das übergreifende Aller.Land Modell einfließen.

Damit sowohl die Regionen als auch das Gesamtprogramm die Wirkung ihrer Arbeit gut erfassen können, begleiten wir Programmbüro und Regionen auch bei der Erarbeitung von Indikatoren und Datenerhebungsinstrumenten. Diese machen die Erreichung von Zielen messbar machen und stellen ihre Wirkungen verständlich, einordnend und kommunizierbar dar. Die laufende Datenerhebung übernehmen Programmbüro und Regionen selbst; wir begleiten dies durch Workshop- und Reflexionsformate. Schließlich unterstützen wir das Programm bei der Zusammenführung, Analyse und Interpretation der erhobenen Daten.

Die Wirkungsmodellierung macht sichtbar, wie Aller.Land ländliche Regionen durch beteiligungsorientierte Kulturvorhaben stärkt. Zentrale Outputs sind ein übergreifendes Wirkmodell für Aller.Land inklusive Indikatoren und Instrumenten zur Datenerhebung sowie 30 regionale Wirkmodelle. Die aufbereitete Auswertung zeigt schließlich, welche konkreten Wirkungen das Bundesprogramm entfaltet hat. Dadurch unterstützen wir Aller.Land dabei, einen Beitrag zu den vier Programmziele zu leisten: mehr kulturelle Beteiligung, Zusammenarbeit in vielschichtigen Netzwerken, lebendiges demokratisches Miteinander und nachhaltige Strukturen für Beteiligung. 

 

 

Musisches Zentrum Wien weiterdenken

Das Musische Zentrum Wien (MZW) möchte den aktuellen und zukünftigen Anforderungen an Barrierefreiheit und Brandschutz gerecht werden. Dazu wird das Haus zwischen Juni 2022 und Frühling 2024 umgebaut. Die Zeit des Umbruchs wird für eine strategische und konzeptionelle Neuausrichtung genutzt.

Hauptziel der Begleitung durch EDUCULT ist es, das Team des MZW evidenzbasiert bei der Entwicklung des Konzepts zu unterstützen.

Zur Einbindung der Perspektiven der beteiligten Akteursgruppen wie Mitarbeiter*innen, Künstler*innen, Kinder/Jugendliche und Eltern wurden qualitative und quantitative Methoden gewählt wie Befragung der Eltern, Fokusgruppe mit Jugendlichen sowie runder Tisch mit Eltern und Künstler*innen.

Auf Basis einer Theory of Change werden schließlich Empfehlungen generiert, die gemeinsam mit dem Team des MZW interpretiert und reflektiert werden, um anschließend Konsequenzen für das Konzept zu formulieren.

Arts Education im Kosovo

Erarbeitet werden soll eine aktuelle Analyse des Stellenwerts von Kunst und Kultur innerhalb des Bildungssystems. Gewünscht werden realistische und durchführbare Empfehlungen und die Identifizierung von raschen Wirkungen, aber auch zugunsten langfristig wirksamer  Maßnahmen  zur Verbesserung der Stellung von kultureller Bildung in und außerhalb der kosovarischen Schulen.

Bereits im April war EDUCULT eingeladen, eine Reihe von Workshops mit ausgewählten VertreterInnen der kosovarischen Kunst- und Kulturszene sowie des Kulturministeriums zu organisieren. Dazu nahm Michael Wimmer an einer regionalen Regierungskonferenz teil, zu der auch eine Reihe von VertreterInnen der Nachbarländer eingeladen waren. Im Laufe des August fand eine weitere Reise nach Pristina aber auch in eine Reihe weiterer Städten wie Prisren oder Peja  statt, um mit lokalen VertreterInnen des Schulwesens, vor allem aber mit KünstlerInnen der freien Szene ins Gespräch zu kommen und mögliche Entwicklungsszenarien zu diskutieren.

Am 21. und 22. September fand eine weitere regionale Konferenz in Pristina statt, an der EDUCULT teilgenommen hat und in der erstmals die neue Kulturstrategie im allgemeinen und der Aspekt der kulturellen Bildung im Besonderen vorgestellt und diskutiert wurden. Den Abschluss des Vorhabens bildet die Erstellung eines Ergebnisberichtes.

Hier finden Sie einige Unterlagen zu kulturpolitischen Fragen, auch zu Arts Education im Kosovo.