Schlagwortarchiv für: Communitys & Dialog

ANDERS:GLEICH

ANDERS:GLEICH reagiert auf globale gesellschaftliche Verwerfungen und anhaltende Konflikte – etwa in Palästina/Israel, Syrien oder in der Ukraine –, die junge Menschen emotional und politisch stark betreffen. Das Projekt stärkt Gleichwertigkeitshaltungen, minimiert Radikalisierungsrisiken und fördert eine offene, pluralitätsfähige und demokratische Gesellschaft auf Menschenrechtsbasis. Die primären Zielgruppen sind junge Menschen in Schulen und Jugendzentren, die in ihrem sozialen Umfeld, über Familie, Peergroups und soziale Medien mit polarisierenden Narrativen konfrontiert sind.

Durch erlebnisorientierte Aktivitäten, interaktive Methoden und praktische Erfahrungen schaffen wir Räume, in denen Jugendliche ihre Toleranz, Empathie und demokratisches Denken stärken. In angeleiteten Reflexionsformaten arbeiten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden an der kritischen Auseinandersetzung mit eigenen Denkmustern, Einstellungen und Vorurteilen. Dabei binden wir Einflüsse von sozialen Medien, familiären Prägungen und Peergroups bewusst ein.

Die Jugendlichen werden darin bestärkt, die Gleichwertigkeit aller Menschen anzuerkennen und aktiv zu leben. Somit fördern wir die Wahrnehmung von gesellschaftlicher Pluralität als Stärke und Chance. Das Projekt hinterfragt Haltungen der Abwertung und Ausgrenzung und stärkt demokratische, menschenrechtsorientierte Handlungsoptionen im Alltag.

Salon der Kulturen

Der „Salon der Kulturen“ ist seit 2010 eine wiederkehrende Veranstaltungsreihe an dezentralen Orten in Wien, die seit 2018 von Osama Zatar kuratiert und von uns konzipiert und umgesetzt wird. Die Reihe richtet sich an ein breites Publikum und schafft Räume, in denen kulturelle Vielfalt, künstlerische Positionen und gesellschaftspolitische Fragestellungen aufeinandertreffen. So entstehen neue Perspektiven auf ein Zusammenleben in der Stadt und auf die Frage, wie wir Vielfalt gemeinsam gestalten wollen.

Im Mittelpunkt stehen künstlerische Beiträge, offene Gespräche und moderierte Diskussionsformate, in denen unterschiedliche Stimmen hörbar werden – von Kunst- und Kulturschaffenden bis hin zu zivilgesellschaftlich Engagierten. Die Teilnehmenden setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander und verhandeln diese entlang vielfältiger kultureller und biografischer Erfahrungen, getragen von unterschiedlichen ästhetischen und diskursiven Formaten.

Durch diese öffentlichen Begegnungen erweitern wir Wahrnehmungen von Vielfalt, öffnen neue Dialogräume zwischen Kunst und Gesellschaft und setzen Impulse für ein demokratisches, inklusives Miteinander. Jede Ausgabe des „Salon der Kulturen“ steht unter einem thematischen Leitmotiv, das dazu einlädt, gesellschaftliche Fragen gemeinsam zu reflektieren – und wirkungsvoll dazu beiträgt, dass kulturelle Teilhabe und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse aktiv mitgestaltet werden.

Alle Veranstaltungen finden Sie hier.

 

SAG’S MULTI!

„SAG’S MULTI!“ ist ein mehrsprachiger Redewettbewerb für Schüler*innen ab der 7. Schulstufe der jährlich im Schuljahr stattfindet. Seit 2020 unter Trägerschaft des ORF macht der Wettbewerb Mehrsprachigkeit als Ressource sichtbar, stärkt die Anerkennung sprachlicher Vielfalt und setzt Impulse für eine chancengerechte, diversitätssensible Bildungspraxis. Von seiner Gründung/Beginn 2009 bis 2023 hat EDUCULT das Projekt mitentwickelt und war 14 Jahre lang operativer Partner in Organisation und Umsetzung.

Im Mittelpunkt stehen mehrsprachige Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte, die in einem österreichweiten Setting aus österreichweiter Vorrunde, regionalen Hauptrunden und Finalrunden in ORF-Landesstudios auftreten. Bis 2020 fanden die Vorrunden in Wien, die Haupt- und Finalrunden an Schulstandorten in den Bundesländern statt. Seit der Pandemie und der Übernahme des ORF werden die Vor- und Hauptrunden weitgehend digital durchgeführt, die Finalrunden werden in den ORF Landesstudios aufgezeichnet.

Die Teilnehmenden halten zweisprachige Reden und wechseln dabei zwischen Deutsch und einer weiteren Sprache – sei es eine Familiensprache oder eine erlernte Fremdsprache, wobei grundsätzlich alle Sprachen willkommen sind.

Durch diese öffentlichen Auftritte entwickeln die Jugendlichen rhetorische und sprachliche Kompetenzen weiter, stärken ihr Kulturbewusstsein und erleben ihre Mehrsprachigkeit als Ressource und Quelle von Selbstwirksamkeit. Viele kehren mit einem gestärkten Selbstbewusstsein in Schule, Familie und Peerkreise zurück und bringen dort neue Perspektiven auf Sprache und Zugehörigkeit ein. Jedes Wettbewerbsjahr steht unter einem thematischen Leitmotiv, das dazu einlädt, persönliche und gesellschaftliche Fragen mehrsprachig zu reflektieren – und so wirkungsvolle Impulse für ein Zusammenleben zu setzen, in dem Vielfalt aktiv gestaltet und gesellschaftliche Teilhabe neu verhandelt wird.

 

Birlikte Yaşamak!

Wien ist eine Stadt, in der viele migrationsgeprägte und autochthone Communitys größtenteils friedlich mit- und nebeneinander leben. Als Teil einer vielfältigen Stadtgesellschaft bilden die Türkeistämmigen, samt ihrer verschiedenen ethno-kulturellen, politisch-religiösen Teilcommunitys, eine der größten Gruppen. Je nach individueller Lebenslage, Zugehörigkeit und sozialer Positionierung gibt es unterschiedliche wie auch überschneidende Bedürfnisse, Anliegen, Herausforderungen und Spannungsfelder mit der Gesamtgesellschaft und untereinander. Diese gilt es in einem umfassenden Dialogprozess verständigungs- und lösungsorientiert aufzuarbeiten.
Das Dialogprojekt „BIRLIKTE YAŞAMAK! – Reden. Aufeinander zugehen. In Vielfalt leben.“ bietet eine Plattform auf der gemeinsam und in Zusammenarbeit mit den türkeistämmigen Teilcommunitys in Wien -verständigungs- und lösungsorientiert Vorurteile und Bruchlinien mit der Gesamtgesellschaft wie auch untereinander abgebaut werden.

Dabei werden die friedensfördernden, brückenbauenden Ressourcen und Haltungen innerhalb der türkeistämmigen Teilcommunitys gestärkt. Mithilfe eines umfassenden, verständigungsorientierten Dialogprozesses soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die vorhandenen Bruchlinien, Abwertungen und Feindseligkeiten abzubauen damit ein besseres Zusammenleben für alle möglich wird. Hierzu findet eine Vielzahl von Aktivitäten und Projekten statt die laufend weiterentwickelt werden.

„Birlikte Yaşamak!“ ist ein von der europäischen Union (AMIF) und dem Bundeskanzleramt kofinanziertes Projekt, das in Kooperation zwischen EDUCULT und think.difference realisiert wird.

URB_ART

Das Projekt URB_ART ist eine Reaktion auf die COVID19 -Krise, die den interkulturellen Austausch erschwert und den kreativen Bildungssektor stark beeinträchtigt hat. Mögliche anhaltende Einschränkungen und Veränderungen durch die Pandemie werden durch das Projekt berücksichtigt, indem innovative Formate der (digitalen) Bildung, Kommunikation, Partizipation und Verbreitung umgesetzt werden.

Das Projekt zielt darauf ab, Erwachsene aus sozioökonomisch benachteiligten Communities durch Aktivitäten und Konzepte von Urban Arts Education zu unterstützen. Soziale Inklusion und Empowerment dieser (indirekten) Zielgruppe stehen im Mittelpunkt der Projektaktivitäten und -ergebnisse. Durch die Bereitstellung von wissenschaftlichen Studien und Fachliteratur zu den Potentialen von Urban Arts Education soll ein nachhaltiges Bewusstsein bei den direkten Zielgruppen dieses Projektes (Anbieter*innen von Erwachsenenbildung, Community-Akteur*innen, Künstler*innen, Kunstvermittler*innen und politische Entscheidungsträger*innen) geschaffen werden.

Die Ziele und geplanten Ergebnisse des Projekts sind:

  • Durchführung einer Grundlagenerhebung über transdisziplinäre und multilinguale Urban Arts Education, die nationale und transnationale Bedürfnisse und Herausforderungen in Bezug auf Marginalisierung in den Bereichen Kultur und Bildung sowie Erfolgsindikatoren in Bezug auf Urban Arts Education formulieren wird. Die Erhebung wird mittels einer Online-Befragung, Interviews und Fokusgruppen in jedem der Partnerländer umgesetzt.
  • Entwicklung eines „Compendiums von Ressourcen zum Storytelling durch Urban Arts Education“, das darauf abzielt, Erfolgsgeschichten für transdisziplinäre und mehrsprachige Urban Arts Education auf Basis der Grundlagenerhebung aufzulisten.
  • Ein „In-Service-Trainingspaket zu Urban Arts Education“, das Weiterbildungsmöglichkeiten für Anbieter*innen von Erwachsenenbildung und Community-Akteur*innen schafft.
  • Erstellung eines „Toolkits mit Video-Fallstudien zu Community Urban Arts“, um erfolgreiche transnationale Praktiken für die Einbeziehung marginalisierter Communities in Urban Arts-Programme und -Initiativen medienbasiert zu präsentieren.
  • Ein „Policy Paper“, das sich mit den Potenzialen transdisziplinärer kultureller Bildung im Bereich der Urban Arts im Hinblick auf soziale Inklusion beschäftigt. Basierend auf der Analyse der Ergebnisse des transnationalen Projekts sollen operative und politische Empfehlungen für (politische) Entscheidungsträger*innen im Bereich Kultur, Bildung und Soziales entwickelt werden.
  • Mehrere nationale Konferenzen finden in den fünf Partnerländern sowie ein Europäisches Symposium in Wien statt.

Unter den fünf Partnerorganisationen aus Portugal, Slowenien, Island, Großbritannien und Österreich ist EDUCULT die koordinierende Einrichtung des Projekts.

Toolkit mit Video-Fallstudien zu Community Urban Arts

Das Video-Toolkit  ist auf unserem Youtube-Kanal zu finden.

Hier die Videos zu den drei Good-Practice-Beispielen aus Österreich:

 

Keynote: Iketina Danso zu „Art Inclusive“

Im Rahmen des europäischen Symposiums „Art Inclusive – Addressing Inequalities in Urban Arts Education“ am 14. Februar 2023 in der Kulturhalle Brotfabrik Wien hielt Iketina Danso den Eröffnungsvortrag.

Aktionstag „living::sounds – living::moves SONNWENDVIERTEL”

Mit zam::kommen startet der Aktionstag am 7. Oktober 2016 ab 14:30 Uhr am Keplerplatz in der Fußgängerzone Favoritenstraße mit einem umfangreichen, interaktiven Programm. Unterschiedliche künstlerische Angebote mit Musik, Tanz und Theater für Groß und Klein bieten dabei Raum für eine kreative Auseinandersetzung mit der unmittelbaren Wohnumgebung im Wechselspiel von Alt- und Neubaugebiet.

Im bunten Treiben der Favoritenstraße schaffen die künstlerischen Interventionen und Mitmach-Aktionen Momente des Verweilens und Aufmerksamkeit für die unmittelbare Nachbarschaft: Eigene Sessel können mitgebracht und künstlerisch gestaltet werden. Sie schaffen Raum für Kennenlernen und für Austausch zum Zusammenleben im Viertel. Unter der Leitung von Peter Spindler (LABOR FÜR KREATIVES THEATER) präsentieren Schüler*innen der NMS Bildungscampus Sonnwendviertel ihre eigenen Wohngeschichten – eine Fußgängerzone wird zur Bühne.

Das zam::gehen vom Keplerplatz bis zum Bildungscampus Sonnwendviertel verbindet das alte und neue Stadtteilgebiet. Über die Keplergasse mit Blick auf die farbenreiche Architektur der neu errichteten Wohnbauten führt ein gemeinsamer Spaziergang entlang der Sonnwendgasse in den erst jungen Stadtteil am Rande des Helmut-Zilk-Parks. Dabei bieten die mitgebrachten Sessel Möglichkeiten für szenische Kurzinterventionen und spontanes zam::sitzen im Viertel.

Angekommen am Bildungscampus treffen wir auf den Lichterzug „Favoriten leuchtet 2“ (initiiert von MITTEN IN FAVORITEN). Die künstlerisch gestalteten Sessel schmücken als gemeinsame Installation den Platz und schaffen Raum für einen stimmungsvollen Ausklang mit Straßenmusik und Imbiss (zugunsten Haus Favorita).

 

Aktionstag "living::sounds - living::moves SONNWENDVIERTEL"

 

Workshop NMS Bildungscampus Sonnwendviertel

 

Hintergrund

Im Auftrag von IBA_Wien – Neues soziales Wohnen, Wiener Wohnbauressort konzipierte EDUCULT das künstlerisch-partizipative Projekt „living::sounds – living::moves SONNWENDVIERTEL“ in dessen Rahmen fünf theatrale und musikalische Workshops im Juni 2016 für die Bewohner*innen des Sonnwendviertels und weitere Interessierte angeboten wurden. Die Teilnehmer*innen waren eingeladen, sich auf kreative Weise zwischen den Räumen und Geschichten der Alt- und Neubaugebiete zu bewegen und mit ihrer unmittelbaren Nachbarschaft in Dialog zu treten. Auf kreative Weise wurden neue Zugänge in der Auseinandersetzung mit den Themen Wohnen, Nachbarschaft und Zusammenleben in verschiedenen Settings erarbeitet und erprobt. Entlang von Beobachtungen und eigenen Geschichten der Teilnehmer*innen wurde dabei mit ästhetischen Methoden untersucht, welche Ordnungen – sozialer, ökonomischer und ökologischer Art – die Wohn- und Lebensräume strukturieren.

Ziel des Aktionstags ist es, das Verständnis gemeinsamen Wohnens in und um das Sonnwendviertel, geprägt von Stadtteilerneuerung und -erweiterung, über künstlerische Interventionen zu fördern und Möglichkeitsräume für ein Zusammenkommen anzubieten.

Spezielle Rabatte

Am Tag der Veranstaltung erhalten Sie mit dem Kennwort „Aktionstag Sonnwendviertel“ spezielle Konditionen bei folgenden Kooperationspartnern:

  • Bäckerei DER MANN (Filialen Keplerplatz und Helmut-Zilk-Park): Einmalig 10% auf den gesamten Einkauf
  • URBAN’S Lounge Restaurant: 10% Rabatt sowie 15% nach 19:30 Uhr zum gemeinsamen zamsitzen

 

Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung bei der Gebietsbetreuung Stadterneuerung, GB*10 Stadtteilbüro Sonnwendviertel sowie wienXtra – Kinderaktiv.