Schlagwortarchiv für: Evaluation

FilmED

Das von Creative Europe kofinanzierte Projekt FilmED zielt darauf ab, die Lücken in der Filmbildung in den Lehrplänen von Schulen in Mittel- und Südosteuropa zu schließen, indem praktische Unterrichtsmaterialien entwickelt werden, die es Pädagog*innen sowie Kultur- und Bildungseinrichtungen ermöglichen, mit Filmbildung zu arbeiten. Gegenstand und Ziel dieser Bewertung ist es, das Monitoring und die interne Zwischenevaluation zu unterstützen und die Wirkungen des Projekts zu ermitteln.

EDUCULT begleitet den Monitoring-Prozess und unterstützt das Projektteam bei der Planung und Durchführung der Zwischenevaluation.

Für die Wirkungsanalyse wurde ein Mixed Methods-Ansatz gewählt. Dokumente, einschließlich der Ergebnisse des Monitoring und der Zwischenevaluation, werden zusammen mit Daten analysiert, die über Umfragen und Fokusgruppen mit Pädagog*innen und kulturellen Organisationen gesammelt wurden.

Demokratie, was geht?

„Demokratie, was geht?“ ist ein integratives Kulturvermittlungsprojekt für und mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Österreich. Durch eine spielerische Auseinandersetzung und eine praktische Beschäftigung mit verschiedenen Kunstformen erhalten die Teilnehmenden das Angebot eines positiven persönlichen Narratives sowie eines identitätsstärkenden Gefühls von Selbstwirksamkeit im Kollektiv. Das Projekt wurde vom österreichischen Sozialministerium gefördert und richtete sich vor allem an junge Menschen, die strukturell benachteiligt wurden oder Marginalisierung erfuhren.

Bei der wissenschaftlichen Begleitung setzten wir auf einen partizipativen Evaluationsansatz, der die Jugendlichen aktiv in den Evaluationsprozess einbezog. Ergänzend führten wir Interviews mit dem Projektteam und den Workshopleitungen durch. Bei Workshops und Veranstaltungen arbeiteten wir zudem mit teilnehmenden Beobachtungen sowie mit Befragungen der Teilnehmenden und des Publikums im Rahmen der Abschlussveranstaltung.

Mit der Evaluation arbeiten wir die Erfahrungen, Perspektiven und wahrgenommenen Wirkungen der Jugendlichen systematisch heraus. Damit schaffen wir eine fundierte Grundlage für die Weiterentwicklung des Projekts und liefern Erkenntnisse dazu, wie künstlerische Zugänge demokratische Teilhabe und Selbstwirksamkeit stärken können.

Slow Touring

„Slow Touring“ ist ein Pilotprojekt des Goethe-Instituts, das nachhaltiges Reisen im Konzertbereich fördern soll. Das Projekt umfasst die Konzerttournee des in Berlin lebenden Künstlers LIE NING. Zwischen September und Oktober 2024 reist der Künstler und kleines Künstler*innenteam per Zug und Fähre in die Niederlande, nach Frankreich, Irland, Großbritannien und Belgien. Das Goethe-Institut Irland, das die Idee entwickelt hat, koordiniert das Projekt wird dabei von den Niederlassungen des Instituts in Amsterdam, Brüssel, Paris und London/Manchester unterstützt.

Slow Touring soll durch Entschleunigung auf der Reise und an den Veranstaltungsorten zu einer positiveren Umweltbilanz sowie zu intensiveren Erlebnissen und kulturellem Austausch durch stärkere lokale Beteiligung beitragen. Es soll auch andere nachhaltige grenzüberschreitende Initiativen im Kunstbereich inspirieren und so zu einer nachhaltigeren Zukunft in Europa beitragen.

Die begleitende Evaluierung, die den Beitrag des Projekts zur Erreichung der Ziele bewerten und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Slow Touring Ansatzes liefern soll, basiert auf einer Theory of Change. Über Interviews mit dem Projektteam und beteiligten Goethe-Instituten, lokalen Partner*innen und Künstler*innen sowie Dokumentenanalysen werden die Daten für die Evaluation gesammelt.

Kinder- und Familienfest

Die NORDMETALL Stiftung und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern kooperieren in unterschiedlichen Formaten. Im Rahmen der Partnerschaft wurde 2024 das zehnjährige Jubiläum des Kinder- und Familienfests im Schlosspark Hasenwinkel gefeiert. Im Rahmen des Fests waren am 16. Juni 2024 auf verschiedenen Bühnen unterschiedliche Konzerte zu erleben, darüber hinaus boten musikvermittelnde Aktivitäten spannende Zugänge für das junge Publikum. Lokale Ensembles, Musikschulen, Musikeinrichtungen etc. trugen zum Fest bei.

Dies gibt Anlass, die unterschiedlichen Aktivitäten im Rahmen der Musikvermittlung über eine externe Evaluation zu bewerten. Die externe Evaluation soll anlässlich des zehnjährigen Jubiläums die Publikumsorientierung und den gesellschaftlichen Mehrwert des Festivals reflektieren. Auf Basis der Evaluation wird die Qualität des Festivals hinsichtlich der musikvermittelnden Angebote insbesondere für Kinder und Jugendliche eingeschätzt. Darüber hinaus wird untersucht, inwiefern das Fest zur Gestaltung lokaler Kooperationen beiträgt und welche Rolle es bezüglich nachhaltiger Publikumsbindung spielt. Die Ergebnisse der Evaluation verdeutlichen sowohl die Wirkungen und Stärken des Fests, als auch Bereiche, in denen Weiterentwicklungen möglich sind.

 


Bild: © Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Kulturkita Hessen

Kulturkita Hessen ist ein landesweites Modellprojekt zur Förderung frühkindlicher kultureller Bildung und Teilhabe. EDUCULT begleitet das Programm in der ersten Förderperiode (2024-2026) in Form prozessbasierter Evaluationsergebnisse (formative Evaluation) und einer ex-post Bewertung (summative Evaluation).

Auf Grundlage eines Wirkmodells des Modellprojekts werden die erhobenen Ergebnisse kontextualisiert und Wirkungen begründet. Die Evaluation findet auf Ebene der Struktur-, Prozess und Kontextqualität statt und liefert Erkenntnisse zur Ergebnisqualität. Dies erlaubt es unterschiedliche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Kitas und weiteren Akteur*innen (Bildungs- und Kulturakteur*innen) in die Analyse einzubeziehen.

Nach einer ersten Explorationsphase, die mit dem finalen Evaluationskonzept abgeschlossen wird, startet die Phase der Datenerhebung. Eine Triangulation qualitativer Erhebungsmethoden erlaubt eine multiperspektivische Beantwortung der Evaluationsfragen. Dazu werden leitfadengestützte narrative Interviews und Gruppendiskussionen mit zentralen Akteur*innen des Modellprojekts durchgeführt. Zur weiteren Vertiefung werden Fallstudien erstellt, in denen Methoden des Mosaic Approach zur Forschung mit jungen Kindern eingesetzt und phänomenologische Vignetten angefertigt werden. Die Validierung der Ergebnisse erfolgt einerseits über laufende Jour Fixe mit der Programmleitung und punktueller Zusammenarbeit mit Expert*innen des Feldes sowie andererseits in Validierungsworkshops, zur Diskussion und Weiterentwicklung von Ergebnissen.

Kulturkita Hessen ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), initiiert und gefördert durch die Crespo Foundation, in Kooperation mit dem Netzwerk Frühkindliche Kulturelle Bildung (NFKB). Förderpartner ist das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales (HMSI).

Gesund mit SESAM

„Gesund mit SESAM“ ist eine Weiterführung des Projekts SESAM-Schule, Eltern und Sozialraum arbeiten miteinander. Auf Basis unterschiedlicher Veranstaltungen insbesondere für armutsbetroffene bzw. sozioökonomisch benachteiligte Familien an öffentlichen Schulen und Kindergärten in Wien und Niederösterreich will das Projekt auf eine niederschwellige und unkomplizierte Art ermöglichen, das Bewusstsein für Kindergesundheit bei Eltern und im Sozialraum des Kindes zu fördern und Kindergesundheit weiter voranzutreiben.

Nach der Begleitung von SESAM 2021-2022 wird EDUCULT auch in dieser, vom Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) geförderten Phase den Wirkungen des Projekts auf den Grund gehen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit es gelingt, nachhaltige Impulse in Hinblick auf das Engagement von Eltern für die Gesundheit ihrer Kinder zu geben, indem die Zusammenarbeit zwischen allen, die am Bildungsweg und Aufwachsen beteiligt sind, gestärkt wird.

EDUCULT führt Interviews mit Pädagog*innen und Lehrer*innen, Kooperationspartner*innen (z.B. migrantischen Vereinen) und Projektteam durch. Darüber hinaus werden vier Veranstaltungen teilnehmend beobachtet und vor Ort teilnehmende Eltern befragt.

Werkraum Schöpflin

Seit über zehn Jahren bietet der Werkraum Schöpflin ein breites Spektrum kultureller Veranstaltungen und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, darunter Theater, Lesungen, Workshops und Diskussionen, um Gesellschaftsthemen zu reflektieren und kreative Bildung zu fördern.

Die Evaluation des Werkraum Schöpflin zielt darauf ab, in Kontakt mit Stakeholdern und Zielgruppen zu treten und deren Einschätzungen, Erwartungen und kritischen Anmerkungen aufzunehmen. Im Rahmen der Analyse können Aussagen in Verbindung mit den Zielsetzungen des Werkraum Schöpflin gesetzt, Rückschlüsse auf die Angebotsgestaltung und Wirkungen gezogen sowie Empfehlungen zur Weiterentwicklung formuliert werden.

Methodisch folgt die Evaluation der Theory of Change. Die Theory of Change (ToC) ist ein Evaluationsansatz, der die geplanten Aktivitäten und Ressourcen eines Projekts mit erwarteten kurz- und langfristigen Wirkungen verbindet. Sie hilft, Ziele zu hierarchisieren und den Evaluationsprozess zu strukturieren. Die ToC des Werkraums Schöpflin wird in sechs Schritten entwickelt, bewertet und gestärkt. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Reflexion und Bewertung der Wirkungsketten des Projekts.

Yemen Creative Hubs

Seit 2022 setzt das Goethe-Institut Jordanien – gefördert durch die Europäische Union – das Projekt Yemen Creative Hubs um. Übergeordnetes Ziel dieser Aktivitäten ist die Unterstützung von kultureller Infrastruktur und Friedensprozessen im Jemen. Kulturelle zivilgesellschaftliche Organisationen (CSOs) sowie weitere Akteur*innen sollen dazu befähigt werden, sich effektiv an geschlechtergerechten Entwicklungs- und Friedensprozessen im Jemen zu beteiligen und so zur Überwindung der Auswirkungen der humanitären Krise und dem Gefühl des Verlustes der jemenitischen Zivilgesellschaft und zur sozialen Kohäsion beizutragen.
Mit dieser Evaluation sollen das Konzept der Yemen Creative Hubs sowie die Umsetzung und Ergebnisse der Aktivitäten in den Blick genommen werden. Ziel ist es, die Veränderungen auf gesellschaftlicher Ebene, die durch die umgesetzten Maßnahmen angestoßen bzw. gefördert werden, und damit den Einfluss des Projekts auf die zivilgesellschaftliche Situation in Jemen zu untersuchen.

Die Evaluation erfolgt anhand eines Logframe. In die Analyse fließen neben Projektdokumentationen vor allem qualitative Interviews mit Projektbeteiligten und Beneficiaries ein.


Bild: CC Wikimedia, Houses in Sanaa, Yemen, Rod Waddington

Muslimisch.Sozial.Engagiert

Das Projekt „Muslimisch.Sozial.Engagiert“ (MSE) fördert die ehrenamtliche Arbeit in Islamverbänden und ihren Mitgliedsgemeinden. Dabei geht es einerseits um die Stärkung des Engagements innerhalb der jeweiligen Verbände und andererseits um den Dialog zwischen unterschiedlichen islamischen Verbänden sowie um die Förderung von Engagement und Netzwerken in die weitere Gesellschaft in Deutschland hinein.
Das Projekt wird vom Goethe-Institut koordiniert und findet in unterschiedlichen Partnerkonstellationen seit 2016 statt. Die Förderung erfolgt über das Bundesministerium des Innern (BMI) im Rahmen der Deutschen Islam Konferenz, die Administration und Steuerung über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Die Evaluation bezieht sich auf die aktuelle Förderperiode 22/23 von MSE unter Berücksichtigung der vorangegangenen Förderperioden seit 2016 und untersucht Strukturaufbau, Vernetzung und Entwicklung der beteiligten Verbände sowie Wirkungen des innermuslimischen Dialogs durch MSE.

Methode

Evaluationsmethode ist die Programmtheorie. Kurz gesagt begründet die Programmtheorie methodische Entscheidungen und liefert fundierte Bewertungskriterien bzw. Indikatoren für die Überprüfung von Zielerreichung und Umsetzungsqualität und ermöglicht eine Neuausrichtung an künftigen Zielen und Herausforderungen. Dialogbasierte Methoden eröffnen Lernfelder sowohl für Projektverantwortliche, als auch Beteiligte und gibt kritischer Reflexion, tiefer greifenden Fragestellungen und der Komplexität eines Projekts wie MSE den nötigen Raum. Unterschiedliche Perspektiven werden ebenso berücksichtigt wie externe Einflussfaktoren. So gewährleistet der Ansatz Raum für plurale Perspektiven und ein breites Spektrum an Wirkungen.

Die Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.

Die 1950 gegründete Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) ist eine gemeinnützige Organisation, die die Beiträge des Landes zur UNESCO leitet. Das Auswärtige Amt koordiniert diese Arbeit und unterstützt die DUK als institutioneller Zuwendungsgeber. Die DUK beteiligt sich an den Programmen der UNESCO, unterstützt das Auswärtige Amt bei seiner Arbeit im Rahmen der UNESCO-Mission und fördert den öffentlichen Diskurs der Organisation in Deutschland.

Gegenstand und Ziel der Evaluation von EDUCULT ist es, die Aktivitäten der Kommission von 2012 bis 2022 zu evaluieren und einen Einblick in die Relevanz, Effektivität, Effizienz, Wirkungen und Nachhaltigkeit der Arbeit der DUK zu geben. Dabei sollen nicht nur die Erfolge der Arbeit der DUK in diesen zehn Jahren beschrieben, sondern auch die Herausforderungen identifiziert sowie Empfehlungen zur Weiterentwicklung und Optimierung der Maßnahmen, Strukturen, Prozesse und Synergien gegeben werden. Eine evidenzbasierte Analyse soll sowohl laufende als auch zukünftige Projekte positiv beeinflussen.

Methode

Die Evaluierung erfolgt anhand einer Programm- bzw. Organisationstheorie, die methodische Entscheidungen begründet und fundierte Bewertungskriterien für die Überprüfung der Zielerreichung und Umsetzungsqualitäten liefert. Im Evaluationsprozess eröffnen sich durch dialogbasierte Methoden Lernfelder für die Projektverantwortlichen und Stakeholder*innen, da sie sich mit den Wirkungen ihres Handelns beschäftigen und Entwicklungsmöglichkeiten erkennen können. Der theoriebasierte Ansatz berücksichtigt auch die Integration unterschiedlicher Stakeholder-Perspektiven, wie sie bei einer komplexen Organisation wie der DUK mit unterschiedlichen Programmlinien, Projekten, Arbeitskontexten, Formaten und Zielgruppen der Fall sind und bezieht mit einem vielperspektivischen Blick Herausforderungen in Umsetzungsprozessen und externe Einflussfaktoren aufgrund mannigfaltiger Krisenphänomene mit ein.