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Kulturelle Integration

Kurzbeschreibung

Um mit den bereits bestehenden, darüber hinaus den angedachten bzw. noch zu entwickelnden Maßnahmen eine größtmögliche integrative Wirkung zu erzielen, sollen systematische Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, wie die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) unter Berücksichtigung ihrer verfassungsrechtlichen Kompetenzen effizient zur kulturellen Integration von nach Deutschland geflüchteten Menschen beizutragen vermag.

Die erwarteten Handlungsempfehlungen sollen sich auf drei unterschiedliche Schwerpunkte beziehen:

  • Maßnahmen, die sich explizit an Flüchtlinge richten oder bereits bestehende Programme für bestimmte schutzbedürftige Gruppen dahingehend verändern, dass diese ausdrücklich berücksichtigt werden;
  • Vorhaben, die ehrenamtliche und hauptamtliche Unterstützung fördern und weiter entwickeln, um Flüchtlinge und andere ZuwanderInnen beim Ankommen und bei der Integration unterstützen
  • Aktivitäten, die sich an die Aufnahmegesellschaft richten und weltoffene Einstellungen fördern

 

Die Durchführung des Vorhabens sieht neben dem Literatur- und Dokumentenstudium Interviews mit ausgewählten ExpertInnen aus mit dem Thema befassten Projekten, Initiativen und Dachverbänden vor. Hinzu kommt eine Sammlung von Good Practice-Beispielen und die Aufbereitung einschlägiger Erfahrungen aus anderen ausgewählten Ländern, um diese in adäquater Weise in die Erarbeitung des geforderten Empfehlungskataloges einbeziehen zu können. Die Ergebnispräsentation erfolgt in Form eines schriftlichen Berichtes.

Förderung von Modellprojekten kultureller Bildung

Projektbeschreibung

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) fördert seit 2009 Modellprojekte kultureller Bildung. Auch eine Reihe von Bundesländern legt einen Schwerpunkt auf Modellprojekte. Eine Studie der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel im Auftrag des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der Bundesländer Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen soll die Qualität und Entwicklungspotentiale dieser Förderprogramme analysieren. EDUCULT ist mit der wissenschaftlichen Durchführung dieser Studie betraut.

In Bezug auf die Förderung von Modellprojekten stellen sich die Fragen:

  • wie die in den Fördergrundsätzen formulierten Zielsetzungen in den Modellprojekten realisierbar sind
  • welche Strategien zur Zielerreichung von den Akteuren entwickelt und umgesetzt werden
  • auf welche Herausforderungen die Akteure in der Umsetzung der Ziele stoßen und
  • ob und wie es gelingt, die Erfahrung aus den Modellprojekten in nachhaltige Strukturen zu überführen.

Weitere Fragen sind, welche Qualitäten über die Förderung von Modellprojekten erzielt werden und über welche spezifischen Potentiale die Modellprojekte (auch zusätzlich zu den erwarteten Zielen) verfügen.

Das Forschungsprojekt ist dialogisch angelegt. Entsprechend wird EDUCULT die Verantwortlichen aus den Projekten aktiv einbeziehen. Geplant sind 3 Fallstudien zu Modellprojekten auf Bundesebene sowie 2-3 Fallstudien pro Bundesland. Im Rahmen von  Round Tables und Interviews werden weitere Perspektiven eingeholt.

Projektziele

Es geht bei der Studie nicht um die Beurteilung einzelner Projekte, sondern um die Potentiale und den möglichen Veränderungsbedarf in der Förderung von Modellprojekten insgesamt. Ein Ergebnis der Studie könnte daher ein Vorschlag sein, wie bisherige Förderkriterien modifiziert werden können. Interessant wird auch der Vergleich der unterschiedlichen Zugänge auf Bundes- und auf Länderebene. Die Ergebnisse werden auf einem Abschlusskolloquium an der Bundesakademie im September 2014 präsentiert und diskutiert werden und danach auch in schriftlicher Form verfügbar sein.

Projektleitung und -umsetzung

Die Projektleitung liegt bei der Bundesakademie für Kulturelle Bildung, einer bundesweit tätigen Fort- und Weiterbildungseinrichtung für Kulturschaffende. Die Projektumsetzung liegt bei EDUCULT – Denken und Handeln im Kulturbereich. 

Access to Culture

Kurzbeschreibung

Der Zugang zu Kunst und Kultur wurde zu einem der Leitthemen im kulturpolitischen Diskurs auf europäischer und nationaler Ebene. So berichtet die zivilgesellschaftliche Plattform Access to Culture: „Access to Culture is an essential right of all citizens but becomes fundamental in the case of those with economic and social challenges […] However, there is a notable gap and a lack of political and public debate on and between principles and commitments, and everyday practices of fostering Access to Culture.“

Auch das neue Kulturprogramm der europäischen Kommission 2014-2020 fokussiert auf den Aspekt „Access to Culture“ hinsichtlich der Entwicklung eines langfristigen Publikums für europäische Kulturgüter. Hierbei stellt sich jedoch die Frage, in welcher Weise die Prioritätensetzung auf europäischer Ebene die nationalstaatliche Kulturpolitik beeinflussen kann.

Das Projekt „Access to Culture“, welches von EDUCULT initiiert und mit europäischen Partnern durchgeführt wird, widmet sich dem Spannungsfeld zwischen den sozialen Realitäten und den normativen Forderungen seitens der Politik sowie der Weiterentwicklung der europäischen kulturpolitischen Debatten. Ziel ist es den Austausch zwischen europäischer und nationaler Ebene zu befördern.

 

Methode

Leitfragen des Projekts sind:

  • Welche Bedeutung hat „Access to Culture“ bezüglich der Zielsetzungen und eingesetzten Instrumente?
  • Worin liegen die Unterschiede zwischen den Nationalstaaten?
  • Wie sind die nationalen Implementierungen mit der europäischen Prioritätensetzung verknüpft?
  • Welche Methoden und Indikatoren sind geeignet die Entwicklung von „Access to Culture“ zu evaluieren?

In Anwendung einer Politikfeldanalyse werden die Dimensionen von “Access to Culture” auf europäischer und nationaler Ebene untersucht, sowie geeignete Indikatoren entwickelt die den Fortschritt in dem Bereich für Experten und Politiker ersichtlich machen.

Um einen partizipativen Ansatz zu gewährleisten werden zu den Projekttreffen nationale Stakeholder geladen um den Austausch zwischen europäischer Ebene und nationalen Praktiken zu forcieren.