Schlagwortarchiv für: Studie

OeAD „More than Bytes – Kulturelle Bildung und digitale Medien“

Forschungsdesign

Das Forschungsdesign ist darauf ausgerichtet, den Themenschwerpunkt auf seine Wirkungen und Ergebnisse hinsichtlich des Erwerbs digitaler Kompetenzen zu untersuchen. Anschließend werden Empfehlungen zur Optimierungsmöglichkeiten auf Basis der Ergebnisse entworfen.

Methoden

Die methodische Rahmung der Evaluation umfasst ein Mixed-Methods-Design. In einem ersten Teilschritt werden theoretische Daten, die durch eine Dokumentenanalyse gewonnen wurden, hinsichtlich der zugrundeliegenden Forschungsfragen analysiert. Außerdem werden Daten und Ergebnisse der internen Evaluation des OeAD in die Beantwortung der Forschungsfrage mit einfließen. In einem zweiten Schritt wird eine Online-Umfrage mit Kulturschaffenden durchgeführt, die Projekte im Rahmen des Themenschwerpunktes implementiert haben. Zusätzlich werden auch Fokusgruppen mit Kulturschaffenden und Lehrpersonen durchgeführt. In einem letzten Schritt gibt es Workshops mit den Schüler*innen selbst, um schlussendlich auch beteiligte Schüler*innen zu Wort kommen zu lassen.

Die Evaluation ist abgeschlossen, der Bericht ist hier abrufbar.

Freie darstellende Künste und COVID-19

Die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie haben die Akteur*innen des Kulturbereichs mit voller Wucht getroffen. Ihre Arbeit war von einem Moment zum nächsten nicht mehr wie gewohnt umsetzbar. Die freien darstellenden Künste, die als soziale und physische Kunstform den Austausch mit Menschen auf der Bühne und in den Theatersettings insgesamt sucht wie kaum eine andere, sind von „Social Distancing“ ganz besonders betroffen. Die Gesundheitskrise wurde damit für viele Akteur*innen zu einer wirtschaftlichen Katastrophe. Die staatlichen Unterstützungen werden differenziert wahrgenommen und sind aufgrund des föderalen Systems unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland, aber auch von Kommune zu Kommune.

Die Studie möchte Veränderungen in den Förderstrukturen erfassen und fokussiert hierzu vor allem auf die Ebene der Bundesländer mit kommunalen Fallbeispielen. Zudem stellt sich die Frage, wie auf diesen Ebenen die Kompatibilität mit den Förderungen auf Bundesebene wahrgenommen wird. Nicht zuletzt gilt es zu analysieren, welche Auswirkungen die Veränderungen der Förderstrukturen auf die Akteur*innen der freien darstellenden Künste haben. Welche Erkenntnisse ergeben sich daraus für eine Förderstruktur nach der Pandemie? Wie müsste das Verhältnis von Staat und freien darstellenden Künsten gedacht sein, um ein krisenresistenteres System entwickeln zu können?

Methodisch ist ein Mixed-Methods-Ansatz vorgesehen, der sowohl Dokumentenanalysen, leitfadengestützte Interviews mit Stakeholdern als auch eine deutschlandweite Umfrage unter den Mitgliedern der Landesverbände vorsieht.

Strukturen, Transformation und Zukunft der freien darstellenden Künste

Das erste Jahr der COVID-19-Pandemie hat aufgezeigt, wie fragil die Strukturen der freien darstellenden Künste sind. Die wirtschaftliche Lage von einigen Akteur*innen ist desaströs und die Tatsache, dass nicht oder nur bedingt gespielt werden kann, ist die große Herausforderung für das Selbstverständnis der Künstler*innen.

Die Studie richtet sich allerdings nicht auf die Frage, was war, sondern darauf, wie es werden kann. Gemeinsam mit der IG Freie Theaterarbeit werden Künstler*innen, Publikum und Veranstalter*innen befragt, was es braucht, damit Theater stattfinden kann und Künstler*innen in einen Austausch mit ihrem Publikum treten können.

Kulturelle Bildung in Schulen in Salzburg

Wie wird Kulturelle Bildung in Schulen in Salzburg aktuell umgesetzt? Wie gestalten sich die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen? Welche Stärken sind zu entnehmen? Welche Herausforderungen ergeben sich?

Im Rahmen der wissenschaftlichen Studie zur Kultureller Bildung in Schulen in Salzburg soll das Feld, gemeinsam mit zentralen Akteur*innen, differenziert analysiert werden. Die Ergebnisse der Studie sollen einen Beitrag zur Stärkung und Qualitätsentwicklung des Feldes leisten.

Der konkrete Untersuchungsgegenstand ist dem Forschungsfeld Kulturelle Bildung, in Bezug auf programmatische Förderung und praktische Umsetzung zugeordnet. Insbesondere die Landes-Förderaktion „Kulturvermittlung in Schulen“ (KISCH) wird in Betracht genommen. Im Rahmen der Studie wird eine Verbindung zwischen der Theorie Kultureller Bildung, der politischen Steuerung und Praxis an Schulen hergestellt.

Das Studiendesign basiert auf einem offenen, multimethodischen Forschungsansatz der interpretativen Sozialforschung. Ein zyklischer Aufbau erlaubt eine laufende Generierung von Erkenntnissen und Anpassung des Erhebungs- und Analyseverfahrens. Außerdem profitiert die Forschung von einer ko-kreativen Zusammenarbeit mit der Praxis, indem Lehrer*innen und Künstler*innen eingeladen werden einen aktiven Beitrag zur Datenerhebung und -auswertung zu leisten.

Erhebung
  • Eine Dokumentenanalyse und Erhebung des Forschungsstandes bildet die Basis für die empirische Erhebung.
  • Eine Steuerungsgruppe aus zentralen Akteur*innen des Feldes Kulturelle Bildung in Schulen begleitet die Umsetzung der Studie und erlaubt die laufende Einbeziehung von Expertisen.
  • Eine Online-Umfrage richtet sich an alle Schulen in Salzburg.
  • Interviews werden mit Verantwortlichen auf Ebene des Landes Salzburg und der Bildungsdirektion geführt.
  • An zwei Schulen wird eine Fokusanalyse durchgeführt. Basierend auf unterschiedlichen qualitativen Erhebungsmethoden (Interviews, Beobachtungen) werden gemeinsame Erhebungen mit Lehrer*innen, Künstler*innen und Schüler*innen durchgeführt

Bild: Bild der Aktion „Kulturvermittlung in Schulen“ vom Land Salzburg/Referat für Kunstförderung und Kulturbetriebe zur Verfügung gestellt

Islamische Schulen in Österreich

Im Forschungsinteresse der Studie steht die Untersuchung des Beitrages islamischer Privatschulen zur gesellschaftlichen Teilhabe muslimischer Schüler*innen in Österreich.

Das Erhebungsdesign setzt sich aus interdisziplinären Herangehensweisen qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden zusammen. Im Sinne des Grounded Theorizing werden einzelne Erhebungsschritte aufeinander abgestimmt und angepasst.

Im Rahmen einer institutionellen Analyse werden Rahmenbedingungen islamischer Privatschulen und Trägerorganisationen auf internationaler und nationaler Ebene untersucht. Den zweiten Erhebungsteil stellt eine qualitative Erhebung der Perspektive von Schulleitungen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern dar. Methodisch wird auf qualitative Interviews, Fokusgruppen und Runde Tische zurückgegriffen.

netzwerk junge ohren

Schon 2014 hat EDUCULT eine Umfrage unter Kulturvermittler*innen zu deren Arbeitsbedingungen geplant, durchgeführt und ausgewertet. Mit diesem Vorwissen führt EDUCULT nun auch im Auftrag des netzwerks junge ohren eine Umfrage durch.

Hauptaugenmerk liegt auf Fragen nach Motivationen für das Berufsfeld, Positionen innerhalb von Orchestern, Karriereverläufen, Erwartungshaltungen, Qualifikationsansprüchen etc. Auf der nächsten Deutschen Orchesterkonferenz am 24. April 2018 in Halle/Saale sollen die Ergebnisse des Forschungsprojektes vorgestellt werden.

Transkulturalität im Universitätsbetrieb

Österreich konnte sich international als Kultur- bzw. Musikland positionieren. Dies zeigt sich auch in der Attraktivität seiner Kunst- und Musikeinrichtungen, die einen wesentlichen Tourismusfaktor darstellen. Darüber hinaus konnten sich auch die universitären und außeruniversitären Kunst- und Musikausbildungseinrichtungen als nachgefragte tertiäre Bildungseinrichtungen für Studierende mit ausländischem Bildungshintergrund etablieren. Das trifft auch auf die Anton Bruckner Privatuniversität zu. Die letzte Studierenden-Sozialerhebung aus dem Jahr 2015 weist darauf hin, dass ausländische Studierende bzw. solche mit Migrationshintergrund einen wesentlichen Faktor des Betriebes darstellen.

Mit dem Anspruch einer „kulturensensiblen Einrichtung“ soll mit dem geplanten Forschungsprojekt ein besonderes Augenmerk auf die Bedeutung von Diversität im Universitätsbetrieb gelegt werden. Ziel ist die Erarbeitung von aussagekräftigen Grundlagen zur künftigen strategischen Ausrichtung, die es der Anton Bruckner Privatuniversität, insbesondere der Abteilungen und Gremien, die in intensivem Kontakt mit allen Studierenden sind, erlaubt, sich neben der Beibehaltung und Weiterentwicklung genuin künstlerischer Qualitätsansprüche verstärkt an den vielfältigen kulturellen Hintergründen der Studierenden zu orientieren.

Erhebung

In enger Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam der Universität werden bis Ende des Jahres 2017 unterschiedliche Erhebungsschritte durchgeführt, u. a. eine Befragung aller und Fokusgruppengespräche mit einzelnen Studierenden sowie Interviews mit Lehrenden und Verantwortlichen der Universitätsleitung. Darüber hinaus findet eine Dokumentenanalyse und ggf. ein Round Table statt.

Freie Darstellende Künste und Kulturelle Bildung

Die Aktionsfelder „Freie Darstellende Künste“ und „Kulturelle Bildung“ sind in ihren Ansprüchen divers, es gibt Überschneidungen und Unterschiede. Die Förderlandschaft für Projekte und Programme kultureller Bildung in Deutschland ist zudem vielfältig und nur schwer überschaubar. Für Akteur*innen der freien darstellenden Künste, die im Bereich der kulturellen Bildung aktiv sind bzw. sein wollen, ergibt sich die Notwendigkeit, eine ihrem künstlerischen Selbstverständnis entsprechende Verortung und passende Förderprogramme für die daraus resultierenden Ansprüche zu finden. Der Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V., Dachverband der rund 2.000 Freien Theater in Deutschland, hat in diesem Zusammenhang EDUCULT damit beauftragt, eine Studie zum Verhältnis von freien darstellenden Künsten und Kultureller Bildung zu verfassen.

Grundlage der Studie ist die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Verständnissen und Kriterien, dem Widerspruch von Auftrag und Freiheitsanspruch, aber auch den Verschränkungen der beiden Aktionsfelder. Daran anknüpfend gilt es, die für die Akteur*innen der freien darstellenden Künste relevanten Förderprogrammstrukturen kultureller Bildung darzulegen. Warum werden bestimmte Förderprogramme genutzt oder nicht genutzt? Welche Herausforderungen ergeben sich im Förderprozess?

Außerdem geht es um die Chancen und Herausforderungen, mit denen die Akteur*innen der freien darstellenden Künste in Bezug auf Kulturelle Bildung konfrontiert sind. Wie können sich die freien darstellenden Künste positionieren und ihre intrinsischen, formatbezogenen Besonderheiten zur weiteren Qualitätsentwicklung des Feldes nutzen?

In einem weiteren Schritt werden die Beziehungen zwischen den Freien Theatern und den Fördermittelverteiler*innen untersucht und der Diskursraum zwischen den AkteurInnen beider Bereiche beleuchtet. Welche Aushandlungsprozesse finden zwischen welchen Akteur*innen statt und wie können diese verstärkt werden?

Erhebung

Bis Ende des Jahres 2017 werden unterschiedliche Erhebungsschritte durchgeführt, u.a. die Befragung der Mitglieder der Landesverbände Freier Theater und Interviews bzw. Fokusgruppen mit ausgewählten Landesverbänden und Mitgliedern sowie Verantwortlichen der relevanten Fachressorts in den Bundesländern. EDUCULT wird vor allem über partizipative Forschungsmethoden neben der Datengenerierung versuchen, Diskursräume für den Austausch zwischen den verschiedenen Akteur*innen zu schaffen.

Vorstellung der Studie in den Sophiensaelen Berlin am 16.4.2018 durch Aron Weigl / ©BFDK

BASF-Besucher*innenbefragung 2016

Hauptspielstätte ist das BASF-Feierabendhaus in Ludwigshafen. Als künstlerische Ausdrucksform spielt Musik eine zentrale Rolle innerhalb des Programms. Darüber hinaus werden auch die Bereiche Tanz, bildende Kunst, Film und Fotografie im Rahmen von Sponsoring- und Kooperationsprojekten gefördert.

Die eigenen Reihen der Saison 2016/17 umfassen Kammermusik, Sinfoniekonzerte, Matineen, Junge Pianisten, Chill-out-Konzerte, Querbe@t, Bunte Reihe, The Big Four, Ballettring, Sonderkonzerte usw., wobei für einzelne Reihen Abonnements erhältlich sind. Das Publikum des Kulturprogramms setzt sich somit aus Abonnent*innen sowie einmaligen und wiederkehrenden Zuschauer*innen ohne Abonnement zusammen.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2016 führt EDUCULT eine Publikumsbefragung für die BASF SE und das konzerneigene Kulturprogramm durch, um Informationen über die Besucher*innen zu generieren und Anhaltspunkte zur Weiterentwicklung des konzerneigenen Kulturprogramms beizutragen. Basierend auf früheren Besucher*innenbefragungen des BASF-Kulturmanagements passt EDUCULT die Fragebögen an und setzt dann die aktuelle Befragung von Abonnent*innen und sonstigen Besucher*innen inklusive Pretest um.

Unternehmen Kultur

Kurzbeschreibung

Internationale Institutionen wie die Europäische Union und die UNESCO, zahlreiche Regierungen und vermehrt auch Akteure aus Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft sind auf der Suche nach neuen Konzepten und Ideen, um die Menschen für die Zukunft zu rüsten. Dies geschieht vor der Annahme, dass kreative Potentiale in vielen bestehenden Institutionen des Bildungs- und Wirtschaftssektors bislang zu wenig gefördert und produktiv gemacht werden.

Die Akteure haben erkannt, dass neue Strukturen und Allianzen geschaffen werden müssen, um die jeweiligen Ressourcen und Kompetenzen gemeinsam zu nutzen und für die kommenden Generationen Entwicklungsräume in und durch Kunst und Kultur zu eröffnen.

Die Studie möchte aufzeigen, wie es gelingen kann, den Aspekt von Kunst und Kultur in das strategische Handeln von Wirtschafts- und Industrieunternehmen zu integrieren. Untersucht werden Voraussetzungen und Potentiale von Allianzen zwischen Wirtschaft, Bildungsinstitutionen und dem Kunst- und Kulturbereich für die Förderung des Lernens mit und durch Kunst und Kultur.

Methode

Der Forschungsprozess ist partizipativ, dialogorientiert und aktivierend angelegt. Neben einem Literatur- und Dokumentenstudium werden Interviews mit ExpertInnen aus Industrie/Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur, Bildung etc. geführt. Darüber hinaus werden internationale Fallstudien durchgeführt, um einen fundierten Einblick in die Erfahrungen aus der Organisation und Umsetzung von Programmen zu gewinnen. Zwei Round Tables, in der unterschiedliche Akteure mit ihren jeweiligen Perspektiven und Erwartungen miteinander ins Gespräch kommen können, runden den Prozess ab.