Schlagwortarchiv für: Studie

EPU in Österreich

Kurzbeschreibung

Das Konsortium widmet sich den Ein-Personen-Unternehmen aus verschiedenen Branchen um Verschiebungen zwischen Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit zu identifizieren. Dabei stellt sich die Frage, ob AkteurInnen als „Neue Selbstständige“ in Wahrheit nicht „Scheinselbstständige“ sind und ob sie unter prekären Bedingungen ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen.

EDUCULT beschäftigt sich hierbei mit dem Feld der KulturvermittlerInnen und KulturarbeiterInnen. Auf Basis der Kenntnisse des AEMS Projekts wird eine österreichweite  Erhebung im Mai 2014 durchgeführt, die Auskunft über die derzeitigen Entwicklungen in dem Bereich geben soll.

In Vordergrund stehen dabei Beschäftigungsart, Motive des Wechsels in die Selbstständigkeit, Einkommensniveau zu Vollbeschäftigungsäquivalent und Geschlechterverhältnis.

Vermittlungsangebote des österreichischen Kultursektors

Kurzbeschreibung

Insbesondere die Vermittlungsoffensive des bm:ukk für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen führte zu vermehrten Angeboten kultureller Bildung in Kultureinrichtungen. In diesem Zusammenhang fordert die amtierende Bundesministerin Dr. Claudia Schmied auf, dass jede Schule die Chance nutzen sollte, eine Kunst- und Kulturpartnerschaft mit einer Kultureinrichtung einzugehen. Doch welche Angebote und Formate werden unter dem Aspekt der Kulturvermittlung und Kooperation mit Schulen angeboten? Noch fehlt eine systematische Erhebung der bisherigen Bemühungen des Kultursektors, die die Vielfalt und Anzahl der Projekte und Aktivitäten aufzeigt und Aufschluss zur Angebotsstruktur und Entwicklung geben kann.

Ziel der Studie ist deshalb eine erste strukturierte Darstellung der Vermittlungsaktivitäten des österreichischen Kultursektors für Schulen. Das Konzept sieht Definition von Kriterien vor, die eine Beschreibung über verschiedene Kunstsparten, Trägerschaften und Regionen hinweg gewährleistet.

Im Sinne einer aktivierenden Begleitforschung werden nicht nur die Angebote erhoben, sondern darüber hinaus auch die Bereitschaft für zukünftige Kooperationen der Kultureinrichtungen ausgelotet.

Methode

Hauptelement der Studie ist eine Fragebogenerhebung, die sowohl qualitative als auch quantitative Elemente umfasst. Zusätzlich werden ExpertInneninterviews mit VertreterInnen des Kultur- und Bildungssektors geführt. Neben AnbieterInnen (VermittlerInnen, VertreterInnen von Kultureinrichtungen …) und NutzerInnen (SchulleiterInnen, Kulturkontaktpersonen …) werden auch jene Institutionen und Personen befragt, die noch keine Vermittlungsangebote für Schulen haben.

Kulturelle und kulturpolitische Trends in Europa

Kurzbeschreibung

Die Studie wird den Charakter eines „Scouting“ für Trends haben, d.h. neue Themen, Innovationen und modellhafte Entwicklungen in ihren jeweiligen Kontexten aufzeichnen und für die Diskussion in Bezug auf die österreichischen kulturpolitischen Schwerpunktsetzungen aufbereiten. Dazu gehört etwa das Auftreten neuer Akteure wie Stiftungen, NGOs, Netzwerke, die Aufmerksamkeit gegenüber der Rezipientenseite im Rahmen von audience development oder community involvement, die Rolle der urbanen Zentren, (good) Governance-Modelle, evidenzbasierte Kulturpolitik.

 

Ziele der Studie

Ziele der Studie sind es,

  • aktuelle kulturelle und kulturpolitische Trends zu identifizieren,
  • die Trendsetter zu identifizieren,
  • dabei besonderes Augenmerk auf das Verhältnis zwischen „traditionellen” kulturpolitischen Akteuren (öffentliche Hand, Parteien, Verbände) und „neuen Akteuren” (Stiftungen, NGOs, Netzwerke) zu legen
  • die Trends im jeweiligen Kontext zu analysieren
  • daraus modellhafte Entwicklungen darzustellen sowie
  • möglichst konkrete best practices (insbesondere zu Governance-Modellen und Schnittstellen zur Wissenschaft) darzustellen und aus dem Material
  • Empfehlungen in Bezug auf die zukünftige Ausrichtung der österreichischen Kulturpolitik zu erarbeiten.

 

Methode

Anhand der Literatur- und Dokumentenanalyse und unserer kulturpolitischen Expertise treffen wir eine subjektive Auswahl zu Trends, die besonders relevant bzw. modellhaft erscheinen. Daraufhin werden wir 25 Interviews mit nationalen und internationalen KulturpolitikerInnen, ExpertInnen/NetzwerkerInnen, VertreterInnen von NGOs/Stiftungen führen. Zum Projektende werden alle Ergebnisse aus dem Forschungsprozess einer Sekundäranalyse unterzogen und gemeinsam mit Empfehlungen in Bezug auf Perspektiven für die österreichische Kulturpolitik in einem Endbericht zusammengeführt.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

Kulturelle Bildung zählt im berufsbildenden Schulwesen!

Kurzbeschreibung

Mit dem Forschungsprojekt „Kulturelle Bildung zählt im berufsbildenden Schulwesen!“ geht EDUCULT im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur der spannenden Frage auf den Grund, wie kulturelle Bildung an berufsbildenden Schulen realisiert wird. Das Projekt schließt damit an eine Reihe von EDUCULT-Studien u.a. in der Volksschule und Sekundarstufe I an, die unter dem Motto „Kulturelle Bildung zählt!“ auf eine auch quantitativ belegbare Analyse kultureller Bildung in österreichischen Schultypen abzielen.

Methode

Das Forschungsprojekt umfasst einen qualitativen Teil – Roundtable-Diskussionen und ExpertInneninterviews – ebenso wie eine Fragenbogenerhebung bei Schul- und AbteilungsleiterInnen an berufsbildenden Schulen.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Projektinformation.

PISA Zusatzerhebung

Kurzbeschreibung

PISA steht für viele Akteure im Bildungsbereich für die Gefahr, das schulische Angebot auf diejenigen Fächer zu reduzieren„Wahrnehmung und Nutzung kultureller Angebote durch Schüler*innen“, die international abgeprüft werden können. Es gibt aber auch Versuche, den PISA-Prozess um Aspekte der kulturellen Bildung zu erweitern.

So wurde EDUCULT vom BIFIE Salzburg mit einem Zusatzprojekt zur kulturellen Teilhabe von SchülerInnen an der PISA-Erhebung 2009 beauftragt.

Die Fragen der Erhebung beschäftigen sich:

  • mit dem Kulturbegriff der Jugendlichen,
  • mit ihren kulturellen Aktivitäten in Schule und Freizeit,
  • mit der Annahme kultureller Angebote
  • sowie mit Hindernissen kultureller Teilhabe.

Methode

Im Rahmen von PISA werden etwa 5.000 SchülerInnen, die zum Erhebungszeitpunkt 15/16 Jahre alt sind (für die Erhebung im Jahr 2009 ist das der Geburtsjahrgang 1993), aus ca. 150 Schulen verschiedener Schularten getestet. Die nationale Zusatzerhebung „Wahrnehmung und Nutzung kultureller Angebote durch SchülerInnen“ wurde von 1562 SchülerInnen ausgefüllt.

 

Wer nutzt das Schulkulturbudget?

Kurzbeschreibung

Die Aktion „Schulkulturbudget für Bundesschulen“ des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt Kunst- und Kulturprojekte, die von SchülerInnen gemeinsam mit ihren LehrerInnen und mit KünstlerInnen entwickelt und realisiert werden. Inhaltlich und organisatorisch begleitet wird das Programm von KulturKontakt Austria. Das Schulkulturbudget verfolgt das Ziel, die aktive Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit zeitgenössischen Kunstformen zu fördern und gemeinsame Lern- und Lehrprozesse von KünstlerInnen, KulturvermittlerInnen, LehrerInnen und SchülerInnen zu initiieren. Besonders empfohlen wird dabei die Zusammenarbeit mit Kunst- und Kultureinrichtungen, Künstlervereinigungen und Kunstinitiativen.

Derzeit nimmt etwa die Hälfte der Bundesschulen, die einreichen könnten, diese Möglichkeit wahr. Im Unklaren bleiben die Gründe für die Nicht-Teilnahme:

  • Gibt es andere Schwerpunktsetzungen an den Schulen?

  • Werden andere Finanzierungsmöglichkeiten genutzt?

  • Fehlt es an bestimmten Rahmenbedingungen oder Informationen?

  • Welchen Einfluss hat das Fehlen oder Vorhandensein von Kulturkontaktpersonen bzw. Personen, die mit Kulturagenden beauftragt sind, auf die Nicht-Teilnahme?

Diese und andere Fragestellungen rund um die Nicht-Teilnahme werden mit dem vorliegenden Projekt in den Blick genommen.

Methode

Die methodische Herangehensweise beinhaltet einen Mix aus quantitativen und qualitativen Verfahren und ist diskursiv angelegt. Im Sinne von aktivierender Begleitforschung sollen die wesentlichen Akteursgruppen aktiv in den Forschungsprozess einbezogen werden. Zu diesem Zweck werden bestehende Daten analysiert, Interviews mit relevanten Akteuren nicht-teilnehmender Schulen geführt sowie VertreterInnen von teilnehmenden Schulen zu Round-Table-Gesprächen eingeladen.

European Arts Education Fact Finding Mission

Kurzbeschreibung

Um die Fragen zur Ressourcenlage kultureller Bildung zu beantworten, hat sich EDUCULT einen Schwerpunkt zur empirisch nachvollziehbaren Ressourcenerfassung mit dem Ziel der Erarbeitung objektivierbarer und entscheidungsrelevanter Daten und Fakten vorgenommen.

Das erarbeitete Konzept zielt auf die Entwicklung eines neuen Instruments ab, welches für eine vergleichende Ressourcenanalyse in Europa für das Politikfeld Kulturelle Bildung eingesetzt werden kann. Ziel ist die Entwicklung einer transparenten Datenstruktur, die signifikante Vergleiche in der Ressourcenverteilung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene erlaubt. EDUCULT verbindet mit diesem Schwerpunkt die Hoffnung auf eine Weiterentwicklung einer „advocacy-based-policy“ in Richtung „evidence-based-policy“ als eine wesentliche Vorraussetzung für nachhaltig wirksame Veränderungsprozesse im Sinne der weiteren Professionalisierung und Qualitätsentwicklung des Sektors.

Methode

EDUCULT verfolgt mit diesem Projekt einen interdisziplinären Ansatz, welcher sowohl ökonomische, sozialwissenschaftliche als auch kultur- und bildungspolitische Analysen vereint. Unsere Partner sind daher ExpertInnen vernetzter Institutionen aus Deutschland, den Niederlanden, Finnland,Spanien und Großbritannien, mit denen regelmäßige Arbeitstreffen stattfinden. Im Herbst 2010 wird eine Expertenkonferenz im Kontext von Ruhr2010 – Europäische Kulturhauptstadt organisiert.

Das Projekt ist in all seinen Detailaspekten dialogisch angelegt. Entsprechend wurden die mit dem Themenfeld befassten ExpertInnen von Anfang an aktiv einbezogen und ihr Know-how genutzt. So wurde eine Reihe von ExpertInneninterviews mit den wesentlichen Akteuren des Feldes druchgeführt. Deren Ergebnisse haben wesentlich die Qualität der Indikatoren- und Methodenentwicklung beeinflusst und das Strukturkonzept in einen möglichst konkreten Bezug zu den aktuellen Rahmenbedingungen kultureller Bildung gestellt.

Die Ergebnisse können hier im Final Report nachgelesen werden.

Entscheidende Dimension der Ressourcen sind nicht die finanziellen Mittel wie dies zu erwarten war, sondern die Mitarbeiter, deren Qualifikation und Beschäftigungsverhältnisse. Um die Human Resources vertiefend zu analysieren wurde das Projekt Arts Education Monitoring System (AEMS) initiiert.

Ruhratlas Kulturelle Bildung

Kurzbeschreibung

Ziel des Projekts „Ruhratlas Kulturelle Bildung“ ist, das Verhältnis von Ressourceninput und Praxisoutput genauer in Bezug auf die Gelingensbedingungen kultureller Bildungspraxis hin zu untersuchen. Damit wird einen Beitrag zu Qualitätsentwicklung in diesem Fachbereich leistet. Das Projekt knüpft einerseits an die EDUCULT European Arts Education Fact Finding Mission und anderseits an die von der Stiftung Mercator geförderte Studie „mapping // kulturelle-bildung“ des Deutschen Zentrums für Kulturforschung an. Letztere erfasst die Ressourcen für kulturelle Bildung und prüft deren strukturelle Rahmenbedingungen (Strukturmodelle) aus der Perspektive von vier deutschen Bundesländern auf ihre Praxistauglichkeit.

Mit dem „Ruhratlas Kulturelle Bildung“ führt EDUCULT diese Studien konsequent weiter bis auf die lokale Ebene. EDUCULT beforscht den Zusammenhang zwischen Ressourceninput, Strukturmodell und Praxisoutput kultureller Bildung in der Region Metropole Ruhr am Beispiel von zwölf Fallstudien. Damit gibt die Studie Auskunft darüber, wie Qualität kultureller Bildung in der Metropole Ruhr und darüber hinaus verlässlich und nachhaltig im ganzen Bildungssystem entwickelt werden kann.

Methode

Um den Zusammenhang zwischen Quantität und Qualität herstellen zu können, wird die Analyse mittels quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden durchgeführt. In der in der Studie „mapping // kulturelle-bildung“ erhebt das Zentrum für Kulturforschung die quantitativen Daten zum Ressourceninput. EDUCULT ermittelt den Projektoutput anhand qualitativer Gespräche mit Projektbeteiligten, die unterschiedliche Zielgruppen und Partnerebenen repräsentieren (z.B. Politikverantwortliche, Lehrkräfte, KünstlerInnen).

Das Projekt ist in all seinen Detailaspekten dialogisch angelegt. Entsprechend werden die mit dem Themenfeld befassten ExpertInnen vor Ort von Anfang an aktiv einbezogen. In 4 Entwicklerworkshops wird EDUCULT deshalb die akteurszentrierte Einschätzung der bestehenden Strukturen bzw. laufenden Aktivitäten in der Metropole Ruhr erheben. Dies ermöglicht eine erste Bewertung der aktuellen Trends mit Fokus auf dem Qualitätsaspekt. In 12 ausgewählten Projekten bzw. Programmen, entlang unterschiedlicher institutioneller Zusammenhänge, Kunstsparten, Zielgruppen, wird EDUCULT den Diskurs zum Thema Qualität mit den Beteiligten und Trägern intensivieren. Dazu werden Binnenstruktur und Umsetzungspraxis konkreter Projekte und Programme in der Region Ruhr auf ihre Qualität hin analysiert. Dies nicht im Sinn einer Beurteilung, sondern um die Perspektive der AkteurInnen auf Qualitätskriterien zu erheben und so spezifische Innensichten – etwa auf Gelingensbedingungen – zu gewinnen.

Kulturelle Bildung und Arbeitswelt

Kurzbeschreibung

Im Zentrum des Forschungsprojekts steht die Frage, welche Kompetenzen und Qualifikationen durch kulturelle Bildung vermittelt werden können, die junge Menschen aufgrund eines dynamischen Arbeitsmarkts benötigen.

Das Forschungsprojekt wird gemeinsam mit Stakeholdern aus Unternehmen, dem berufsbildenden Schulwesen, der Bildungspolitik und -forschung sowie dem Kunst- und Kulturbereich erkunden, wie junge ArbeitnehmerInnen in der Ausbildung und im Berufseinstieg durch kulturelle Bildungsangebote profitieren können und wie man gemeinsam an einer breiteren Wirksamkeit einzelner Modellprojekte arbeiten kann. Mehr Details entnehmen Sie bitte der Projektinformation.

Die Ergebnisse dieser Studie können im Endbericht nachgelesen werden.

Methode

In dieser qualitativ angelegten Studie werden Interviews geführt und ein Roundtable veranstaltet. Dabei kommen vorwiegend ExpertInnen aus Unternehmen und der Wirtschaft zur Sprache und in Austausch. Aus den Resultaten wird ein Bericht über die Situation der kulturellen Bildung im berufsbildenen Schulwesen sowie eine Einschätzung  des Bedarfs von kreativer Kompetenz am Arbeitsmarkt verfasst. In einem Empfehlungsteil werden wir auf den Erkenntnissen basierende Maßnahmen vorschlagen.