Schlagwortarchiv für: Toolentwicklung & Wissenstransfer

ReIMAGINE

Im Erasmus+ Projekt ReIMAGINE untersuchen wir, wie Europa an die eigene Vergangenheit erinnert, um zu einem (Re-)Imaginieren von pluralistischem europäischem Gedenken beizutragen.. Im Mittelpunkt stehen künstlerische Praktiken als gemeinsames Werkzeug, um dominante Erinnerungsnarrative zu hinterfragen und Räume für Reflexion und Partizipation zu schaffen.

Gemeinsam mit Partner*innenorganisationen aus Österreich, Italien, Portugal, Serbien und Zypern verbinden wir künstlerische, bildungspolitische und erinnerungskulturelle Perspektiven. Wir setzen eine partizipative Bedarfsanalyse mit Akteur*innen aus Kunst, Bildung und Erinnerungskultur um. Auf Basis dieser Ergebnisse entwickeln wir eine digitale Plattform für kollektives Erinnern, die pluralistische Gedenkpraktiken durch künstlerische Zugänge, Geschichten und Videos aus allen fünf Partner*innenländern vereint und sichtbar macht. Zusätzlich entsteht ein interaktives Schulungs-Toolkit zu inklusivem Erinnern für Pädagog*innen, Kulturvermittler*innen und Kunstschaffende. Die dort enthaltenen praktischen Methoden zur Einbindung kunstbasierter Gedenkformen in politischer Bildung und Erwachsenenbildung erproben wir in gemeinsamen Trainingsformaten und nationalen Pilotprojekten. Die darauf basierende Weiterentwicklung stellt eine praktische Anwendung sicher. Zusätzlich finden zur Vernetzung von Multiplikator*innen nationale und internationale Veranstaltungen statt.

In ReIMAGINE ergründen wir gemeinsam mit den Partner*innenorganisationen praxisnahe Methoden, die kunstbasierte Formen des Erinnerns direkt in politische Bildung und Erwachsenenbildung einbinden. Durch unsere Outputs stärken wir gemeinsam zivilgesellschaftliches Engagement, fördern aktive demokratische Teilhabe fördern und leisten einen Beitrag zu einer inklusiveren europäischen Erinnerungskultur.

Wir laden insbesondere Pädagog*innen, Kunst- und Kulturschaffende sowie politische Entscheidungsträger*innen ein, an den kommenden Projektaktivitäten teilzunehmen. Aktuelle Informationen stehen im Newsletter oder auf unseren Social-Media-Kanälen.

Kofinanziert von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS).

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden.

Kaleidoscope

Das Erasmus+-Projekt „Kaleidoscope – Harnessing Art-based Engagement to Empower Young Migrants“ wurde im Februar 2025 von EDUCULT (Österreich) in Kooperation mit Visual Voices (Cyprus), Skills Elevation FHB (Germany), ALO Ísland (Iceland), Future in Perspective Ltd (Ireland) und E. C. S. H. (Portugal) ins Leben gerufen.

Brücken bauen zwischen Communitys durch künstlerischen Ausdruck

In ganz Europa stehen viele junge Menschen vor Herausforderungen wie Isolation, traumatischen Erfahrungen und Identitätskonflikten. Angesichts von weltweit über 117,3 Millionen gewaltsam vertriebenen Menschen ist die Unterstützung bei der Bewältigung emotionaler Herausforderungen und die Förderung von Zugehörigkeit und Teilhabe junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen – einschließlich jener mit Migrationserfahrungen – wichtiger denn je. Dieses Projekt setzt genau hier an und möchte der sozialen Isolation sowie den damit verbundenen Herausforderungen gezielt begegnen.

Das Projekt baut auf den Ergebnissen des preisgekrönten Projekts Young Thespians auf und soll jungen Menschen sichere, inklusive und kreative Räume öffnen, in denen sie sich mit ihrer Identität auseinandersetzen, traumatische Erfahrungen verarbeiten und wertvolle Beziehungen in ihren (neuen) Communitys aufbauen können.

Ein kreativer Ansatz für sozialen Zusammenhalt

Im Laufe von 24 Monaten bündeln alle Partnerorganisationen ihre Erfahrungen und ihr Expertise in den Bereichen Forschung und Kultureller Bildung, um:

  • das ABEE-Trainingsprogramm (Art-Based Engagement Ethnography) zu entwickeln, das die Kompetenzen von Fachkräften in der Jugendarbeit im Bereich kultureller Sensibilität und traumasensibler Praxis stärkt
  • ein gemeinsames Kunst-Toolkit zu entwickeln, das durch die Perspektiven und Erfahrungen junger Menschen mit vielfältigen kulturellen Hintergründen geprägt ist und non-formale Lernmethoden in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater und Kreatives Schreiben bietet
  • Kurator*innen-Guides zu erstellen, um junge Menschen in ihrer Führungsrolle zu stärken und ihnen Kompetenzen im Bereich Veranstaltungsorganisation zu vermitteln.
  • Kaleidoscope-Festivals in Österreich, Zypern, Deutschland, Island, Irland und Portugal zu organisieren, bei denen Teilnehmer:innen ihre künstlerischen Ausdrucksformen präsentieren und interkulturellen Dialog anstoßen können.
  • ein transnationales Training Event in Zypern zu veranstalten, bei der Fachkräfte der Jugendarbeit zusammenkommen, um Good Practices auszutauschen und ein starkes Unterstützungsnetzwerk für neu zugewanderte Jugendliche aufzubauen.

 

Eine europäische Zusammenarbeit mit lokaler Wirkung

“Kaleidoscope” zielt darauf ab, durch kulturellen Austausch und gegenseitiges Verständnis Brücken zwischen neu angekommenen und etablierten Communitys zu bauen. Der Fokus auf Ko-Kreation und Partizipation fördert die kreativen Potenziale junger Menschen und stärkt gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt in Europa.

Die Aktivitäten laufen bis 2027 und finden in allen Partnerländern statt. Sie münden in lebendige lokale Festivals und eine europäische Abschlusskonferenz in Wien, bei der die Vielfalt und Schönheit interkultureller Erfahrungen von Jugendlichen sichtbar gemacht wird.

Join the Journey

Für Updates, Anfragen oder um an kommenden Projektaktivitäten teilzunehmen, besuchen Sie uns: Kaleidoscope auf seiner Website, Facebook oder Instagram, oder tragen Sie sich in unsere Mailingliste ein.

Das Projekt wird durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union unterstützt.

Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen der Autorin oder des Autors bzw. der Autorinnen oder Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der OeAD-GmbH wider. Weder die Europäische Union noch die OeAD-GmbH können dafür verantwortlich gemacht werden. Project Nr.: 2024-2-AT01-KA220-YOU-000292245

Young Thespians

Das Projekt Erasmus+ Projekt „Young Thespians: Youth Performing Arts Education for All!“ befasste sich mit der Frage, wie junge Menschen – insbesondere jene, die aufgrund bestimmter Merkmale (wie Sprache, Genderidentität, Religion) Benachteiligung erfahren – gleichberechtigten Zugang zu den darstellenden Künsten erhalten können. Gemeinsam mit dem Reykjavik Ensemble (Island) und dem Musisches Zentrum Wien (assoziierter Partner) setzten wir das Projekt um, um strukturelle Barrieren sichtbar zu machen, praxisnahe Werkzeuge für inklusive Arbeit in den darstellenden Künsten zu entwickeln und somit gleichberechtigte Teilhabe zu stärken.

Wir kombinierten unsere Expertise aus Forschung und künstlerischer Praxis gemeinsam mit unseren Partner*innen. Zudem arbeiteten wir eng mit Jugendlichen, Kunst- und Kulturvermittler*innen, Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen und Künstler*innen zusammen. Diese Zusammenarbeit bildete die Grundlage für die partizipativ angelegte Bedarfsanalyse zum Zugang zu den darstellenden Künsten. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der österreichischen und isländischen Teilnehmenden, deren Beiträge zentral für die Entwicklung des effektiven, praxisorientierten Toolkits sind und unmittelbar in dessen Ausarbeitung einflossen. Ergänzend führten wir Pilotkurse in Reykjavík und Wien durch, um die praktische Anwendung des Toolkits zu erproben und die bestmögliche Anwendung für zukünftige Nutzer*innen sicherstellen.

Die Forschungen in Island und Österreich beleuchteten das anhaltende Spannungsverhältnis zwischen sozialer Realität und institutioneller Praxis in den darstellenden Künsten. Um die zahlreichen Herausforderungen bei der Gewährleistung eines gerechten Zugangs für Jugendliche anzugehen, entwickelten wir das „Young Thespians’ Toolkit für Kunst- und Kulturvermittler*innen und Pädagog*innen“. Durch die darin enthaltenen vielfältigen Techniken, Methoden, Übungen, Werkzeuge und Empfehlungen stärken wir gleichberechtigte Zugänge für junge Menschen in den darstellenden Künsten. Aufgrund der nachhaltigen und herausragenden Wirkung des Projekts wurden wir mit dem Erasmus+ und ESK Award 2024 ausgezeichnet.

 

Young Thespians‘ Toolkit

Redaktion: Rida Arif Siddiqui
Autorinnen: Anna Gaberscik, Pálína Jónsdóttir, Jessica Marie LoMonaco, Ewa Marcinek, Stella Radovan, Cristina Sandino Rossmann, Rida Arif Siddiqui
Herausgeber: Reykjavík Ensemble / EDUCULT
Gestaltung und Layout: Michael Jung, metaphor.me, Icons HDM aus dem Noun-Projekt

 

Wir möchten unseren tiefsten Dank für alle Beiträge und die tatkräftige Unterstützung auf dem Weg zur Erstellung des Toolkits zum Ausdruck bringen. Das Engagement und der Enthusiasmus österreichischer und isländischer Forscher*innen, Praktiker*innen, Kunst- und Kulturvermittler*innen, Pädagog*innen und Jugendlichen haben diese Veröffentlichung zu dem gemacht, was sie heute ist.

Das Projekt wurde durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union unterstützt.

Schule INKLUSIVE Kulturelle Bildung

Kurzbeschreibung

Die Schulverwaltungen in den beteiligten Ländern – Stadtschulrat Wien, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin und als assoziierter Partner die Erziehungsdirektion des Kantons Bern – entwickelten strategische Vorgaben und unterstützten die Schulen in diesem Prozess. Dies gilt in vollem Umfang bei der Implementierung der Kulturellen Bildung in Schulen als fach- und akteursübergreifende Querschnittsaufgabe.

Kulturelle Bildung leistet einen bedeutenden Beitrag zur Schulentwicklung, das hat die Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern im Rahmen des Projekts Schule INKLUSIVE Kulturelle Bildung gezeigt. In einer Handreichung, FLICKWERK KULTUR, wird der Erfahrungsschatz jener zusammengetragen und anhand von österreichischen Fallbeispielen dargestellt. FLICKWERK KULTUR ist eine Einladung an alle Schulstandorte und Interessierte, sich intensiver auf das Thema Kulturelle Bildung einzulassen und die Frage „Wozu Kulturelle Bildung?“ für sich zu beantworten.

Ein Ergebnis des Projektes „Schule INKLUSIVE Kulturelle Bildung“ ist ein Praxisleitfaden für die Implementierung der Kulturellen Bildung in Schulen. Hiermit soll die besondere Herausforderung bei der Erarbeitung eines Qualitätsprogramms zur Schulentwicklung mit und durch Methoden der Kulturellen Bildung aufgegriffen und unterstützt werden.

Ein zweites wesentliches Ergebnis ist ein modulares Fortbildungskonzept zur Implementierung Kultureller Bildung in Schulen.

 

Methode

Die strategische Regio-Partnerschaft sieht vier Projekttreffen vor, davon zwei in Wien und je eines in Berlin und Bern. Bei den Treffen arbeitet eine Arbeitsgruppe aus VertreterInnen der Schulverwaltung und EDUCULT zu strukturellen und theoretischen Fragen der Implementierung von Kultureller Bildung. Die andere Gruppe hospitiert bei Praxisbeispielen an Schulen und Kultureinrichtungen und beobachtet die Implementierung von Kultureller Bildung in der Unterrichtspraxis, den Einsatz von Feedbacksystemen zur Förderung von Kompetenzen und die Kooperation mit außerschulischen Partnern.

 

Projektdokumentation