Spring Academy / Summer Academy

 „Spring Academy“ und „Summer Academy“ sind intensive Frühjahrs- und Sommerakademien, die wir im Auftrag verschiedener Akteure wie der Kōbe University (Japan) konzipieren und umsetzen. Wir bringen internationale Studierende nach Wien, um Kulturpolitik, Kulturelles Management und gesellschaftliche Themen praxisnah zu erkunden.

Im Mittelpunkt stehen Vorträge, Workshops und Institutionenbesuche, in denen Expert*innen aus Kultur, Bildung und Politik ihre Perspektiven teilen. Teilnehmende vertiefen Kenntnisse zu Diversität, Partizipation und kultureller Transformation durch interdisziplinäre Austauschformate.

Die Academies schaffen Raum für Vernetzung, fundierte Einblicke und nachhaltige Impulse für eine globale Kulturpraxis. Unter einem thematischen Leitmotiv laden wir dazu ein, Wiener Kulturszenen und gesellschaftliche Herausforderungen gemeinsam zu analysieren und kulturelle Bildung international weiterzudenken.

Die Academy wird wahlweise im Frühjahr oder im Spätsommer angeboten.

Spreading SoPHIA – Kultur und Nachhaltigkeit

„Spreading SoPHIA – Kultur und Nachhaltigkeit“ brachte die Ergebnisse des europäischen Horizon 2020-Projekts „Social Platform for Holistic Heritage Impact Assessment“ (SoPHIA) in die Praxis und machte sie für eine breitere Öffentlichkeit nutzbar. Im Mittelpunkt stand ein ganzheitliches Verständnis von Nachhaltigkeit, das ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Dimensionen von Kultur und Kulturerbe verbindet und in Bildungs-, Kultur- und Politikprozesse eingeflossen ist. Adressiert wurden Schüler*innen, Kulturakteur*innen und politische Entscheidungsträger*innen, die für ihre Arbeit Impulse zur Verknüpfung von Kultur, Kulturerbe und Nachhaltigkeit erhielten. In dem Projekt arbeiteten wir zusammen mit unseren Partner*innen an der Schnittstelle von Bildung, Kulturpolitik und Nachhaltigkeitsdiskurs. Dabei bauten wir auf den erarbeiteten Forschungsergebnissen und Instrumenten des SoPHIA-Projekts auf.

Die Forschungsleistungen aus SoPHIA – einschließlich Folgenabschätzungsmodell, Toolkit, Policy Briefs, Leitlinien und Forschungsagenda – haben wir zielgruppengerecht aufbereitet und die Rolle von Kultur und Kulturerbe in der Nachhaltigkeitsdebatte nachvollziehbar vermittelt. In Workshops und Multiplikator*innen-Veranstaltungen erhielten Kulturakteur*innen und politische Entscheidungsträger*innen das SoPHIA-Modell als Werkzeug, um die eigene Arbeit hinsichtlich Nachhaltigkeit zu reflektieren. Parallel haben wir breitere Öffentlichkeiten über Social Media-Aktivitäten und Printmedien angesprochen, unterstützt durch die Kooperationspartner*innen MuseumsQuartier Wien, Österreichische UNESCO-Kommission und Europa Nostra.

Das Projekt stärkte das Bewusstsein für die Zusammenhänge von Kultur, Kulturerbe und ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Nachhaltigkeit und hat Akteur*innen ermutigt, diese Dimensionen in ihre Projektentwicklungen und Entscheidungen zu integrieren. Zentrale Outputs waren zielgruppengerecht aufbereitete Materialien zu den Ergebnissen des SoPHIA-Projekts, Workshops und Multiplikator*innen-Formate, eine Social Media- und Printkampagne sowie die erweiterte Nutzung des SoPHIA-Modells und -Toolkits in Bildungs-, Kultur- und Politikpraxis.

 

Creator’s Kampagne

Austrian Guides for Future Teil 2/3:

MILA Mitmach Supermarkt 3/3:

Aktivitäten

 

Abschlusskonferenz

Sparkling Science: Kolonialismus heute?! Was hat das mit mir zu tun?

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit kolonialem Erbe in Museen hat in Österreich an Bedeutung gewonnen, bislang vor allem in ethnografischen und zeitgeschichtlichen Museen. Das Projekt rückte naturkundliche Sammlungen in diesen Diskurs: Schüler*innen wurden selbst zu Forschenden und setzten sich mit den aktuellen Implikationen von Kolonialismus und dem Kolonialerbe des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien auseinander. 

Gemeinsam mit Forscher*innen und Vermittler*innen des NHM Wien, EDUCULT und trafo.K reflektierten die Schüler*innen koloniale Erwerbskontexte und Kontinuitäten in der musealen Praxis. Als Citizen Scientists nahmen sie gemeinsam mit dem Forschungsteam an einer Repatriierungszeremonie teil. Sie führten Interviews mit Expert*innen sowie Forschenden des Museums, übten dekoloniales „Verlernen“ in Workshops und lernten unterschiedliche Vermittlungspraxen kennen. Am Beispiel der Brasilien-Ausstellung wurden die kolonialen Zusammenhänge gemeinsam reflektiert. Auf dieser Grundlage entwickelten die Schüler*innen gemeinsam mit dem mit dem Projektteam eigene (multimediale) Methoden und Formate, mit denen koloniale Provenienzen sichtbar gemacht werden können.

Im Forschungsprojekt entstand unter anderem durch die Aktivitäten der jungen Citizen Scientists eine Grundlage für die konkreten Handlungsempfehlungen, welche eine kolonialismuskritische Museumspraxis des Naturhistorischen Museums zum Ziel haben. Das Projekt stärkt somit das Bewusstsein für koloniale Kontinuitäten und leistet einen Beitrag Dekolonialität nachhaltig in Bildungs- und Vermittlungsarbeit zu verankern.

Die Handlungsempfehlungen sind für alle, die sich mit Dekolonisierung im Museum auseinandersetzen möchten hilfreich.